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Immobilienbewertung Wildenbruch
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Immobilienmakler in Wildenbruch

 

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Hausverwaltung & Grundstücksverwaltung in Wildenbruch

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Hausverwaltung in Wildenbruch
Hausverwaltung in Wildenbruch

Wildenbruch PLZ 14552

Wildenbruch ist ein Ortsteil der Gemeinde Michendorf im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg (Deutschland).

Der Ort hat einschließlich der Gemeindeteile Bergheide, Lehnmarke und Six 1919 Einwohner auf einer Fläche von 11,22 km² und liegt an der Landesstraße 73 zwischen Michendorf und Luckenwalde am Rande des Naturparks Nuthe-Nieplitz. Der Ortsteil erstreckt sich auf dem Gebiet zwischen der Bundesstraße 2 im Westen, der Bundesautobahn 10 im Norden und dem Großen Seddiner See im Süden.

Regional bekannt ist der Ort unter anderem durch seine wuchtige Feldsteinkirche und den Golf- und Countryclub Seddiner See, dessen zwei 18-Loch-Golfplätze sich am Nordufer des Sees vollständig auf dem Gebiet Wildenbruchs erstrecken. Das Dorf hatte im Mittelalter eine wichtige strategische Funktion zum Schutz der Heer- und Handels- sowie späteren Poststraße Leipzig – Berlin und wurde bei der Deutschen Ostsiedlung entsprechend großzügig ausgestattet.

Geologische Lage

Wildenbruch liegt am Rand einer weichselglazialen Schmelzwasserabflussbahn, deren Wasser von Ferch, im Ostteil der Zauche, über den (jeweils heutigen) Großen und Kleinen Lienewitzsee sowie den Karinchensee zunächst nach Süden, dann über das Seddiner Fenn, die Seddiner Seen und den Langen Grund durch die Fresdorfer Heide nach Osten Richtung Saarmund in die Trebbin-Potsdamer Abflussbahn strömten. In dieser Ebene zwischen dem Saarmunder Endmoränenbogen und dem Teltowplateau fließen heute die Nuthe und Nieplitz. Die Rinnenbeckenseen der Seddiner Seenkette bilden ein Relikt der eiszeitlichen Abflussbahn. Der Seddiner See bildete sich an einer untergeordneten Lobennaht heraus. Am Nordostrand der Wildenbrucher Bucht des heute 218 Hektar umfassenden Großen Seddiner Sees liegt der Dorfkern Wildenbruchs auf einer Höhe von 41 Metern über NHN. Die höchste Erhebung bildet mit 79 Metern über NN der Michendorfer Berg am Ostrand der Siedlung Bergheide.

Der Name Wildenbruch verweist auf die auch heute noch zum Teil sumpfige Umgebung des Dorfes. Wildenbruch wurde erstmals 1375 im Landbuch Karls IV. als Wildenbruke urkundlich erwähnt. Reinhard E. Fischer führt die Bezeichnung auf eine Namensübertragung des belgischen Ortes Willebroek zurück, der 1180 als Wildebroc vermerkt ist. „Dieser Name bezeichnet eine Siedlung bei einem wilden, öden Sumpf“ beziehungsweise Bruch. Das Landbuch erfasst Wildenbruch mit einem umsatzstarken Krug an einer Handelsstraße. Auch die heutige Ortslage Lehnmarke ist 1375 als Wohnort bereits vermerkt. Die Ortslagen Six und Bergheide entstanden nach 1928 als reine Waldsiedlungen.

Bodenfunde an den Seddiner Seen deuten auf erste saisonale Ansiedlungen vor mehr als 10.000 Jahren hin, der Übergangszeit jungsteinzeitlicher Jäger- und Sammlerkulturen zu sesshaften Bauern mit domestizierten Tieren und Pflanzen. Funde von Tonscherben auf dem Wildenbrucher Rötberg und bei der Restaurierung der Kirche legen nahe, dass die Region von den Semnonen, dem germanischen Zweigstamm der elbgermanischen Sueben, bewohnt war. Nach der Wanderung der Germanen ab dem 3. und 4. Jahrhundert in Richtung Schwaben zogen in den wahrscheinlich weitgehend siedlungsleeren ostelbischen Raum im 6. und 7. Jahrhundert Slawen ein. Zahlreiche Bodenfunde in Wildenbruch belegen die slawische Siedlungstätigkeit. Dabei zählten die Zauche und die Seddiner Seen zur spätslawischen Siedlungsbewegung:

Die Landenge zwischen dem Großen Seddiner und Kähnsdorfer See mit der ehemaligen Handels- und Poststraße auf dem Gemälde Am Seddiner See bei Kähnsdorf von Carl Schuch von 1880

„Erst im 11. oder 12. Jahrhundert drang die spätslawische Siedlung – in eher spärlichem Umfang – auf die Hochfläche vor, und zwar im Süden der Lehniner Seenkette, südlich des Schwielowsees, am Seddinsee und in der Gegend von Beelitz.“

Wann genau die Deutsche Ostsiedlung nach der Gründung der Mark Brandenburg durch Albrecht den Bären im Jahr 1157 in Wildenbruch einsetzte, ist nicht bekannt. Angeblich gibt es Hinweise auf eine Besiedlung bereits um 1175, womit die spätslawische und die deutsche Siedlung fast zeitgleich erfolgt wären. Bei der askanischen Landteilung 1258 zwischen der Ottonischen und Johanneischen Linie fielen die Zauche und damit auch Wildenbruch an Markgraf Otto III. Das Landbuch von 1375 gibt für Wildenbruch 59 Hufen Acker- und Weideland an. Diese wie im Nachbardorf Fresdorf großzügige Ausstattung mit Land und überdurchschnittliche Ansiedlung mit Bauern war strategisch begründet. Wildenbruch und Fresdorf sollten eine Heer- und Handelsstraße insbesondere an ihrer gefährdetsten Stelle, der Landenge zwischen dem Kähnsdorfer See und dem Seddiner See, sichern. Dies wird auch durch die Flur Burgwall dokumentiert, ein annähernd rechteckiges Ackerstück, allerdings ohne Befestigungsspuren, das 200 m westlich des Ortes in sumpfigem Wiesengelände liegt. Es handelt sich wahrscheinlich um eine frühdeutsche Anlage. Die spätere Poststraße bestand in Wildenbruch bis zum Dammbau durch den Seddiner See im Jahr 1804, der die vorherige umständliche Nordverbindung von Treuenbrietzen über Beelitz, Kähnsdorf, Wildenbruch, Saarmund, Michendorf nach Potsdam mit der Direktverbindung Beelitz – Michendorf (heutige B 2) deutlich abkürzte. Die heutige Alte Poststraße in Wildenbruch ist ein Teil der historischen Wegeverbindung.

Überregional verband der Handelsweg Leipzig und Wittenberg mit Berlin. Im 15./16. Jahrhundert spielte seine Sicherung in den Konflikten der Landesherren mit dem plündernden und raubenden landständischen Adel eine große Rolle.

In der Endphase der Luxemburger Herrschaft unter Jobst von Mähren um 1410 beherrschten die Quitzows die wichtigen Burgen Rathenow, Friesack, Bötzow, Köpenick und Saarmund und damit alle Zugänge nach Berlin/Cölln. Damit war auch die Nordroute zwischen Wildenbruch und Saarmund unterbrochen. Wildenbruch war zu dieser Zeit wahrscheinlich an Beelitz gebunden. So teilt Riedel im Codex diplomaticus Brandenburgensis mit, dass „das Dorf Wildenbruch an mehre[re] Bürger zu Beelitz im Ganzen 7 Mandel Groschen jährlich entrichten und daß die Bauern neben Körner-Abgaben auch noch an Zins drei Beelitzsche Schillinge auch drei Münzpfennige zu geben hatten.“ Beelitz gehörte zu dem märkischen Städtebund, der sich 1393 zur Landfriedenswahrung zusammengeschlossen hatte und in dem sich die Städte urkundlich verpflichteten, je nach ihrer wirtschaftlichen Kraft Gewaffnete und Schützen auszurüsten. Am 30. Oktober 1412 beschied Sigismund von Luxemburg die beiden Quitzow-Brüder und ihren Verbündeten Kaspar Gans zu Putlitz vor sein Hofgericht. Am 4. und 5. April 1413 wurde vertraglich festgelegt, dass Johann (Hans) von Quitzow seine Burgen behalten durfte, die Burg und Stadt Saarmund aber herausgeben musste – die Nordroute war wieder offen.

Am 25. November 1420 verpfändete Kurfürst Friedrich I., der erste regierende Hohenzoller in der Mark Brandenburg, dem Amtmann von Wittbrietzen, Trebbin und Beelitz einige Hebungen von Beelitz und den Dörfern Schönefeld und Wildenbruch. Friedrich II. („Der Eiserne“) übereignete am 4. Februar 1454 der Beelitzer Kirche und am 27. März 1454 auch der Elenden-Gilde in Beelitz einige Zinsen und Renten von Wildenbruch.

1550 war das Dorf ein Pfandstück der Adelsfamilie von Rochow, die im Spätmittelalter zu den einflussreichsten Familien in der Zauche gehörte. Die Nachbardörfer Michendorf, Fresdorf und Langerwisch gehörten hingegen zum kurfürstlichen Amt Saarmund. Allerdings forderte das Amt die Wildenbrucher Bauern 1563 auf, Hand- und Spanndienste zu leisten. Im 16. Jahrhundert gewann die Sicherung der Handelsstraße erneut Bedeutung.

 „Unter Kurfürst Joachim I. Nestor, der erst 15 Jahr alt den Thron bestiegen hatte, erlaubte sich der Adel, die große Jugend des Kurfürsten benutzend, das ihm auferlegte Joch wieder abzuschütteln und die alten Zeiten der Zügellosigkeit wieder zu erneuern. Beraubungen von Kaufleuten und andern Reisenden auf den Landstraßen waren wieder an der Tagesordnung. Auf die vielfachen Klagen der märkischen Unterthanen ergingen Seitens des Kurfürsten gemessene drohende Verordnungen und Verbote solcher Ueberschreitungen, und als diese nicht fruchteten, ließ er eine Anzahl dieser Raubritter, die auf frischer That ergriffen waren, enthaupten und verordnete, daß auch die Städte und Dörfer Aufseher hielten, die die Landstraßen von den Räubern säubern mußten.“

1599 ließ Joachim Friedrich die Mittelmark in sechs Landreiter-Bezirke, sogenannte Beritte, teilen, darunter den Beritt Beelitz. Die Landreiter sicherten die Straßen und hatten zudem Befugnisse zum Einzug von Steuern und weiteren Abgaben. Spätestens 1608 war Wildenbruch Teil des Kreises Zauche im Beritt Beelitz.

Im Dreißigjährigen Krieg schlug ein Teil der Schwedischen Armee 1630/31 bei Tremsdorf ein festes Lager auf und forderte von den umliegenden Dörfern Kriegstribute. Ab 13. Januar 1631 plünderten 1000 Schweden drei Tage lang Wildenbruch, schlachteten Rinder und konfiszierten elf Pferde. Am 24. Oktober 1631 kamen die Schweden erneut in den Ort und brannten nach einem Zechgelage den Dorfkrug nieder. Zeitgleich fiel ein Drittel der Einwohner (51 von rund 150) der Pestwelle zum Opfer. 1637 wütete die Pest erneut im Dorf und schwedische Söldner zogen weiterhin durch Wildenbruch. Zum Ende des Krieges 1648 waren von 18 Bauern- und Kossätenhöfen 6 verblieben. Erst rund 50 Jahre später, 1694, wurde der verwüstete Dorfkrug wieder aufgebaut.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erholte sich Wildenbruch allmählich von den Folgen des Kriegs und der Pest. 1718 wurde das Schneiderhandwerk gegründet. 1722 wurden auf dem Kirchhof die ersten 26 Maulbeerbäume gepflanzt. Die merkantilistisch motivierte Seidenraupenzucht, die Preußen von ausländischer Seidenlieferung unabhängiger machen sollte, wurde dann von Friedrich dem Großen auch in Wildenbruch systematisch ausgebaut und gefördert. Bis Ende des 19. Jahrhunderts bestanden zahlreiche Maulbeerplantagen. 1732 erhielt Wildenbruch eine Schmiede und 1737 wurden acht hufenlose Häuser mit Tagelöhnern, Handwerkern und dem Dorfhirten belegt.

Die Napoleonischen Kriege brachten erneut harte Belastungen für das Dorf mit sich. 1806 lagen rund 14.000 napoleonische Soldaten und Reiter vor Wildenbruch, 4773 Pferde waren zu versorgen. 165 Offiziere quartierten sich direkt in den Häusern des Ortes ein. In Scheunen und Zelten wurden 13795 Soldaten untergebracht. Die Besatzer requirierten 7 Kühe, 2 Ochsen, 340 Schafe, 135 Schweine, 290 Gänse, 288 Hühner und 1000 Scheffel Getreide. Nach der Niederlage Napoleons in den Befreiungskriegen wurden die Kreise im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress neu gegliedert. Seit 1818 gehörte Wildenbruch als eigenständige Gemeinde zum neugegründeten Landkreis Zauch-Belzig. Am 1. Dezember 1875 verzeichnete der Ort 237 und am 1. Dezember 1890 245 Einwohner. Obwohl die alten strohgedeckten Höfe bereits Mitte des 19. Jahrhunderts weitgehend durch kompakte Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude ersetzt worden waren, fielen am 27. Januar 1884 einem Großbrand 5 Bauernhöfe zum Opfer.

1910 hatte die Einwohnerzahl gegenüber 1890 leicht abgenommen und lag bei 233. In den folgenden Jahrzehnten stieg die Zahl stetig an. 1925 lag sie bei 405, 1933 bei 831 und 1939 bei 1141. 1945 bis auf 1457 gestiegen, nahm die Zahl anschließend ab und erreichte 1992 mit 1117 wieder das Niveau von 1939. Seitdem verzeichnet Wildenbruch erneut kräftige Zuwächse über 1223 Einwohner im Jahr 1996 auf 1851 im Jahr 2009. Der Zuwachs Anfang der 1930er-Jahre lag an der Gründung der Waldsiedlungen Six und Bergheide, die für den Zuzug von Abwanderern aus den ehemaligen Provinzen Posen und Westpreußen sowie von Berlinern angelegt wurden. Die Zuwächse erfolgten wie in weiteren Orten im Speckgürtel Berlins entgegen der sonstigen Entwicklung in Brandenburg. Die Aufnahme von Flüchtlingen des Zweiten Weltkriegs und von ausgebombten Berliner Familien führte in den 1940er-Jahren zu einer weiteren Zunahme.

Anfang der 1930er-Jahre errichtete die Reichsfachgruppe für Bienenzucht an der Hauptstraße/Ecke Grenzstraße eine der größten Honigbienenfarmen der Region. Die Bienenhäuser bestanden bei wechselndem Besitz bis 1978. In der Zeit des Nationalsozialismus gehörte Wildenbruch wie die Nachbardörfer Fresdorf und Stücken, in denen der NSDAP-Stimmenanteil noch höher lag, zu den nationalsozialistischen Hochburgen. Bei der Reichstagswahl im Juli 1932 erreichte die NSDAP mit einem Anteil von 56 % die absolute Mehrheit. In der Schlacht um Berlin am Ende des Zweiten Weltkriegs verlief der äußere Sperrring um die Reichshauptstadt direkt durch Wildenbruch entlang des Nordufers des Großen Seddiner Sees. Am 23. April 1945 überrollte die 3. Panzer-Grenadier-Armee der Roten Armee den Ring ohne großen Widerstand. Die Mühle des Dorfs brannte bei den Kämpfen ab.

1952 löste die DDR die Länderstruktur auf und Wildenbruch kam zum Kreis Potsdam im neuen Bezirk Potsdam. Im gleichen Jahr wurde die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) gebildet, in der 1960 alle Wildenbrucher Bauern, teils durch Zwang, vereinigt waren. Ende 1965 verteilte die LPG erstmals eine Jahresendauszahlung als Gewinnbeteiligung an ihre Mitglieder. 1973 wurde die LPG Wildenbruch mit landwirtschaftlichen Betrieben der Nachbardörfer zu größeren Produktionseinheiten zusammengeschlossen. Zwischen 1970 und 1989 wurden freie Grundstücke für die Naherholung erschlossen. Viele Bürger aus den Ballungsgebieten Halle, Leipzig, Bitterfeld, Magdeburg und Berlin/Potsdam errichteten in der Gemeinde Wildenbruch ihr Wochenendhaus.

Nach der Wende entstanden auf den brachliegenden Ackerflächen der LPG über dem Nordufer des Großen Seddiner Sees der 185 Hektar umfassende Platz des Golf- und Countryclubs Seddiner See und ein Wohnviertel für gehobene Ansprüche. 1990 erhielt Wildenbruch einen neuen Grundschulbau, der 1994 um einen zweiten und 2009 um einen dritten Gebäudetrakt erweitert wurde. 1995 wurde das Dorf teilweise an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen und 1996 wurde am Saarmunder Weg ein weiteres Gelände für Eigenheime erschlossen. Es folgten der Neubau einer Sport- und Mehrzweckhalle und des Feuerwehrhauses. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde die alte Schule gegenüber der Dorfkirche saniert. 2005 eröffnete in den Räumen das Bürgerhaus Wildenbruch als Dorfgemeindezentrum.

Seit dem 26. Oktober 2003 ist Wildenbruch einer von sechs Ortsteilen der Gemeinde Michendorf im 1993 gebildeten Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Die drei Gemeindeteile Lehnmarke, Bergheide und Six liegen westlich des Wildenbrucher Dorfkerns und umfassen Teile des Kunersdorfer Forstes. Dabei reicht die Fläche der Siedlung Six über die Bundesstraße 2 hinaus. Zwei erst nach der Wende befestigte Straßen führen von der B2 durch die Siedlungen zum Dorfkern Wildenbruchs.

Wegen der unmittelbaren Lage an der Autobahn 10 (Berliner Ring), welche dort ab 2013 weiter ausgebaut werden soll, fordern Bürger aus Bergheide und Six seit 2010 in der Initiative Lärmschutz jetzt, die bisherige Konzeption des Lärmschutzes zu überarbeiten. Dazu wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, inwieweit die Lärmschutzwände mithilfe der vorgesehenen Solarpanels optimiert werden können. Die weitergehende Forderung, die Ausbaupläne der Raststätte Michendorf zu reduzieren, konnte nicht durchgesetzt werden. Im Zuge des achtstreifigen Ausbaus sind für die Raststätte Michendorf 61 zusätzliche LKW-Stellplätze geplant. Inzwischen wurde für einen Teil der durchgehenden Fahrbahn die Verwendung offenporigen Asphalts zugesagt. Die Aufforstungen als Ausgleichsmaßnahme für die Umwelt werden nach Beschwerden der Bürgerinitiative nun ortsnah ausgeführt, statt wie ursprünglich geplant bei Ribbeck oder Thyrow.

Wie Wildenbruch ist auch der Gemeindeteil Lehnmarke erstmals 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. urkundlich erwähnt. Die Größe des Ortes gibt das Landbuch mit 10 Hufen an. Sehr wahrscheinlich wurde auch Lehmarke bereits im Zuge der Deutschen Ostsiedlung besiedelt. Umstritten ist unter Historikern, ob die frühere Wendemarke und Lehnmarke identisch sind. Als gesichert gilt, dass die hier lebenden Slawen (Wenden) aus Wildenbruch verdrängt und dann in der Lehnmarke als Kossäten wieder angesiedelt wurden.

Initiiert durch die Zisterziensermönche des Klosters Lehnin gewannen der Lehmabbau und die Ziegelproduktion in der Zauche und im Havelland seit dem 15. Jahrhundert eine große wirtschaftliche Bedeutung; das nahe gelegene Industriedenkmal Ziegeleimuseum Glindow dokumentiert die Arbeit der Ziegeleien. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch in Lehnmarke eine Ziegelei errichtet, die 1908 wieder stillgelegt wurde. Von dieser Lehnmarke 2 – heute zum Nachbarort Neuseddin gehörig – blieb nur ein Wohnhaus übrig. Unterhalb Lehnmarkes am Rundweg um den Großen Seddiner See zeugen mehrere Tonlöcher aus der Vergangenheit des Tonabbaus. Die Heimatstube Kähnsdorf zeigt gelochte alte Ziegel, die zur Beschwerung von Fischereigeräten dienten. Eine Straße in Lehnmarke besteht noch heute aus extra hart gebrannten alten Steinen, die zur Wegpflasterung verwendet wurden.

Das heutige Gesicht Lehnmarkes prägen Eigenheime, die sich bis zum Seeufer herunterziehen und die überwiegend in den Siedlungsbewegungen des 20. Jahrhunderts entstanden. Oberhalb der alten Siedlung wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine gehobene Wohnanlage gebaut, die zum Gesamtprojekt des Golfclubs gehört und die noch um ein Hotel erweitert werden soll.

Die Siedlung Bergheide erhielt ihren Namen nach der erhöhten Lage in einem Nadelwald und entstand nach 1928. Der Wald gehörte Wildenbrucher Bauern, die ihn um 1920 an einen Investor verkauften. Der neue Besitzer ließ den Wald parzellieren und verkaufte die Parzellen überwiegend an vermögende Berliner weiter, die das Land zunächst als Wochenend-Grundstück nutzten. Pläne zur Verlängerung der S-Bahn Berlin bis zur Autobahn und zum Bau einer kleinen Kapelle zerschlugen sich durch den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Bis 1976 versorgten sich die Bergheider mit vier Pumpen und einigen privaten Brunnen mit Trinkwasser. Zwischen 1976 und 1978 bauten die Anwohner in eigener Regie ein Pumpenhaus und verlegten Wasserleitungen.

Die Siedlung Six entstand um 1933 und trägt ihren Namen nach der Six-Baustoff-Handelsgesellschaft mbH, die 1935 Angebote für den Bau einer Waldsiedlung mit Einheitshäusern vorlegte. Allerdings wurden von der Siedlungsgesellschaft wegen des Beginns des Zweiten Weltkriegs lediglich zwei Häuser realisiert. Danach durften Häuser nach eigenen Plänen gebaut werden. Im Wald der kleinen Siedlung ließ Alfred Rosenberg, Leiter des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO), 1943 ein Lager anlegen, das durch eine Bahnlinie mit Neuseddin verbunden wurde. In dem Lager des sogenannten Ostministeriums arbeiteten ukrainische Zwangsarbeiter. Nach Ende des Krieges wurden die Baracken abgebaut und die Bunker gesprengt. Das Wasserwerk des Lagers nutzten die Anwohner, indem sie ihre Siedlung in Eigeninitiative mit einer Wasserleitung an das Werk anschlossen. Die daraus hervorgegangene private Wassergesellschaft bestand bis 1972 und ging anschließend in der staatlichen Wasserwirtschaft Potsdam auf.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Wildenbruch aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creativ Commons Attribution/ShareAlike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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