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Klausenerplatz (Charlottenburg) PLZ 14059
Der Klausenerplatz ist ein Berliner Platz am Spandauer Damm
... nahe dem Schloss
Charlottenburg. Nach ihm benannt ist die gleichnamige Ortslage im Ortsteil Charlottenburg (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf), die mitunter auch Danckelmannkiez genannt wird und die
sich südlich vom Platz erstreckt. Hier leben rund 15.000 Menschen. Die Ortslage wird von folgenden Straßen begrenzt: Geschichte des Klausenerplatzes - Der Platz war von 1844 bis 1889
zunächst ein Reitplatz der Garde du Corps aus den Kasernen gegenüber dem Charlottenburger Schloss. Nach dem Bebauungsplan von James Hobrecht aus dem Jahr 1862 sollte er ein – von
städtischer Bebauung umgebener – Schmuckplatz werden. Nach der Aufgabe des Reitplatzes erhielt er 1887 den Namen des Prinzen Friedrich Karl Nikolaus von Preußen, der sich im Krieg
gegen Frankreich 1870/1871 ausgezeichnet hatte, und wurde als Schmuckplatz gestaltet. Der 1893 ausgeführte Entwurf dürfte vom Stadtgarteninspektor Ludwig Neßler gestammt haben.
Ringsum wurden Linden gepflanzt, zwei Diagonalwege machten ihn übersichtlich und verkehrsfreundlich. Auf der Westseite blieb ein Marktplatz frei, auf dem auch eine Bedürfnisanstalt
erbaut wurde. Auf der Ostseite wurde ein Unterstand – umgeben von Bänken – errichtet. Schaupflanzungen auf dem Rasen dienten dem Repräsentationsbedürfnis. Zwischen 1921 und 1922
gestaltete Erwin Barth den Friedrich-Karl-Platz um. Er hob die Diagonalwege auf, um in der Mitte „eine genügend große Spielfläche, abgeschieden vom Verkehr“ zu schaffen, wie er
schrieb. An die früheren Diagonalwege erinnern aber noch die kurzen Wegeabschnitte, die von den Platzecken zu den erhöhten Sitzplätzen führen, von denen man den Platz überblicken
kann. Diese Plätze sind durch Säulenpappeln betont, die den Raum, wie Barth sagte, „charaktervoll beleben“. Wie bei seinen meisten Stadtplätzen trennte Barth Ruhezonen von
Kinderspielzonen. Der Pflanzplan für die vier Meter breiten Blumenrabatten wurde 1927 in dem Buch Unsere Freiland-Stauden von Graf Ernst Silva Tarouca und Camillo Schneider
veröffentlicht. In den Jahren 1931 und 1932 wurde an der Südseite die Kirche St. Kamillus erbaut. In der südlichen Platzhälfte entstand 1940/1941 ein Luftschutzbunker. Der Spielplatz
wurde auf dem Dach des Bunkers neu angelegt, wo er sich bis 1986 befand. Ein Entwurf aus dem Büro des Berliner Gartendirektors Josef Pertl von 1941 sah eine durchaus überzeugende
Umgestaltung des ganzen Platzes unter Einbeziehung des Bunkers vor, kam aber nicht zur Ausführung. Die nördliche Platzhälfte verblieb vielmehr in der von Barth gegebenen Gestalt.
Zwischen 1948 und 1950 wurde der Platz durch den Gartenamtsleiter Walter Hilzheimer in dem Zustand von 1941 erneuert. 1950 wurde der Platz nach dem von den Nationalsozialisten
ermordeten Führer der Katholischen Aktion in Berlin, Erich Klausener, benannt. 1954 führte das Gartenbauamt einige Erneuerungen durch, die aber die Gestalt nicht grundlegend änderten.
Ein Plan zur Umgestaltung aus dem Jahre 1969 wurde nicht verwirklicht. 1986 begann die Abräumung des Bunkers, gefolgt bis 1988 von der Wiederherstellung des Platzes nach dem Entwurf
von Barth. Im Jahr 1987 eröffnete am Klausenerplatz das erste Geburtshaus Deutschlands, das 2007 vom Klausenerplatz auf das nahegelegene Gelände des DRK Westend verlegt wurde. Im
Vergleich zu vielen anderen Bereichen Charlottenburgs hat das Gebiet um den Klausenerplatz den Zweiten Weltkrieg mit seiner um 1900 entstandenen Bebauung relativ unbeschadet
überstanden. 1963 wurde das Gebiet als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Die Ergebnisse eines 1972–1974 durchgeführten Sanierungswettbewerbes sahen vor, bei weitgehendem Erhalt der
Vorderhäuser die Blockinnenbereiche mit den typischen Berliner Hinterhöfen zu entkernen und Baulücken im historischen baulichen Kontext zu schließen. Die erste Berliner
Mieterinitiative wurde 1973 mit dem Ziel einer stärkeren Berücksichtigung der Belange und Forderungen der Bewohner unter dem Motto „Sanierung ohne Verdrängung“ gegründet. Hieraus
resultierte das Modellprojekt „Behutsame Stadterneuerung“ im Block 118 des Architekten und Stadtplaners Hardt-Waltherr Hämer. Im Haus Sophie-Charlotten-Straße 88 wohnte der Zeichner
und Fotograf Heinrich Zille.
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