Lösungen und Immobilien - Ihr Makler in Ferch


Erreichen Sie uns 24h
Erreichen Sie uns 24h
Immobilienbewertung Ferch
Immobilienbewertung Ferch

Eigentümer von Immobilien in Ferch bewegen im Laufe der Zeit unterschiedliche Themen, u.a. altersgerechtes Wohnen, der Einbau eines Treppenliftes, Kurzeitpflege und häusliche Krankenpflege. Ist der Verbleib im eigenen Heim in Ferch nicht mehr möglich, stellen sich wichtige Fragen wie betreutes Wohnen, ein Pflegeheimplatz, das passende Umzugsunternehmen oder eine günstige Wohnungsauflösung. Damit ist häufig der Verkauf der eigenen Immobilie verbunden, wobei an vieles zu denken ist wie z. B.: die Grundstückspreise in Ferch, Immobilienwert, Marktwert, WertermittlungBauland, Flächennutzungsplan, Bodenrichtwert, Gutachterausschuss, Grundbuchamt, Katasteramt, Vermessungsamt, Energieausweis, Mietpreis in Ferch, Wohnfläche. Selbstverständlich helfen wir Ihnen als Makler in Ferch dabei. Gerne können Sie prüfen, ob wir bereits jetzt den passenden Kaufinteressenten für Ihre Immobilie in Ferch haben.

Unsere Kaufinteressenten
Unsere Kaufinteressenten
veröffentlichte Immobilien
veröffentlichte Immobilien
Sie suchen in Ferch
Sie suchen in Ferch

Sie suchen eine Immobilie in Ferch? Wir informieren Sie vor Veröffentlichung über neue Angebote! Sie haben eine Immobilie gefunden? Gerne hilft Ihnen unser unabhängiger Finanzierungspartner und findet das für Sie günstigste Angebot aus über 300 Banken! 

Besonders stolz sind wir auf die Meinung unserer Kunden. Kunden sagen über uns, wir arbeiten sehr ehrlich, professionell und zuverlässig. Da uns als erfolgreiches Immobilienunternehmen für Berlin / Brandenburg und in Ferch genau das eine Herzensangelegenheit ist, freuen wir uns natürlich ganz besonders über dieses Bild in der Öffentlichkeit. Seit mehreren Jahren sind wir erfolgreich in der Welt der Immobilien als Makler auch in Ferch Zuhause. Bewerten auch Sie unsere Arbeit.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Ihre Meinung ist uns wichtig

Immobilienmakler in Ferch (Schwielowsee)

 

Sie möchten Ihre Immobilie in  Ferch (Schwielowsee) verkaufen oder vermieten? Immobilienverkauf ist Vertrauenssache. Wir informieren Sie als Makler in Ferch unabhängig und kostenfrei. Profitieren Sie von unseren Erfahrungen und sichern Sie sich den bestmöglichen Verkaufspreis für Ihre Immobilie. Unsere kostenlose Immobilienbewertung und Markteinschätzung schafft Ihnen Planungssicherheit und gibt Ihnen die Chance, uns und unsere Arbeit unverbindlich kennenzulernen. Rufen Sie uns an oder füllen Sie jetzt das Kontaktformular aus, wir werden uns zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen.

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Ein breites Netzwerk über Ferch hinaus ist mehr als die halbe Miete

Selbstverständlich sind wir als Makler in Ferch Mitglied in Branchenverbänden wie dem IVD und greifen in diesem Netzwerk auf eine breite Basis von qualifizierten Kolleginnen und zusätzlichen Kaufinteressenten zurück.

Darüber hinaus sind wir als Makler in Ferch Teil verschiedener MLS Netzwerke. Dies ermöglicht uns, auf Immobilienangebote aber auch auf Kauf-/oder Mietinteressenten anderer Makler zurückzugreifen. Unter Multiple Listing Service versteht man eine Datenvernetzung, über die angeschlossene Immobilienmakler miteinander kooperieren und Gemeinschaftsgeschäfte abschließen können.

So erhalten unsere Kunden in Ferch immer das Beste, was der derzeitige Markt an Immobilien und Interessenten hergibt. 

Hausverwaltung & Grundstücksverwaltung in Ferch

Für ausgewählte Kunden übernehmen wir die fachgerechte Hausverwaltung Ihres Eigentums auch in Ferch.  Unsere Leistungen sind die kaufmännische und auch technische Verwaltung Ihrer Immobilien in Ferch. Wir bewirtschaften Ihre Gebäude und kümmern uns als Hausverwaltung auf Wunsch auch um einen funktionierenden Hausmeisterservice. Die Zusammenstellung unserer Leistungen erfolgt individuell nach den Wünschen unserer Kunden. Ihre Vorteile für Ihre Immobilien bzw. Ihre Unternehmung liegen klar auf der Hand: Werterhalt durch Bestandspflege, dadurch resultiert eine bessere Vermietbarkeit. Langfristig gesehen wird der Ertrag, den die Immobilie erwirtschaftet, erhöht und außerdem erreichen Sie durch eine optimal bewirtschaftete Immobilie eine größere Mieterzufriedenheit. Sie sparen Ihre Zeit und minimieren Ihre Risiken durch unsere kompetente Betreuung als Hausverwaltung in Ferch.

Hausverwaltung in Ferch
Hausverwaltung in Ferch

Bildarchiv Ferch

Makler Ferch Gemeindevertretung
Ferch Gemeindevertretung

Ferch (Schwielowsee) PLZ 14548

Das Dorf Ferch, wenige Kilometer südwestlich der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam gelegen, ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwielowsee im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Ferch liegt am Südende des Schwielowsees am Rand der Zauche, einer hügeligen, waldreichen Moränenlandschaft. Die höchste Erhebung Ferchs und gleichzeitig der Zauche bildet mit 124,7 Metern ü. NN der Wietkiekenberg.

Mehrere Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmale und zahlreiche historische Kulturlandschaftselemente sowie ein breites Spektrum von Biotoptypen sind hier anzutreffen. Als Teil der Zauche (von slaw. such, das trockene Land, d.h. vor allem der „Beelitzer Sander“) wurde das Gebiet vergleichsweise spät besiedelt. Erst mit dem hochmittelalterlichen Landesausbau setzte die intensive Nutzung und Überformung ein. Eine hervorragende Datengrundlage (sechs Pollendiagramme sowie umfangreiche Daten zur Landschafts-, Siedlungs- und Nutzungsgeschichte aus verschiedenen Quellensammlungen und Einzelpublikationen) ermöglicht die Rekonstruktion der spät- und nacheiszeitlichen natürlichen Waldentwicklung und der Veränderungen unter menschlichem Einfluss. Sie werden mit Profilschnitten und Vegetationskarten zu Früh-, Hoch-, Spätmittelalter und mittlerer Neuzeit veranschaulicht. Die neuzeitliche Entwicklung Ferchs ließ sich u.a. anhand historischer Karten in mehreren eigens erstellten Landschaftszustandskarten nachvollziehen. Das am Südufer des Schwielowsees liegende Gebiet erhielt während des „Brandenburger Stadiums“, der maximalen Ausdehnung des Inlandeises der letzten Eiszeit vor 20.000 Jahren, seine Oberflächenstruktur. Aufgrund der Vollständigkeit sämtlicher zu jener Zeit entstandener geomorphologischer Formentypen auf engstem Raum gehört es zu den elf unter Geotopschutz stehenden „hervorhebenswerten Glaziallandschaften“ Brandenburgs. So finden sich im Raum Ferch alle typischen landschaftlichen Elemente der flachwelligen Grundmoränenplatten (Glindower Hochfläche), der hügeligen Endmoränen (Kames, Fercher Berge), spätglazial aufgewehte Dünenpartien (Kaniner Tal) und schwach geneigte Sander- und Talsandflächen (Beelitzer Sander und Talsandterrassen des Kaniner Tals), die von Rinnen und Tälern unterbrochen werden. Durch die ausschürfende Wirkung des Eises wurde die südlich anschließende „Fercher Rinne“ mit den umgrenzenden Steilrändern ausgebildet. Der Schwielowsee selbst verdankt als glaziales Zungenbecken seine Entstehung diesem maximalen Eisvorstoß der Brandenburger Eisrandlage. Der „Wietkiekenberg“ 1,5 km südöstlich von Ferch ist eine gebietstypische Stauchmoräne und mit 125 m die höchste Erhebung Mittelbrandenburgs. Von den Bodentypen nehmen Braunerden aus eiszeitlichen Schmelzwassersanden auf dem „Beelitzer Sander“ und in den „Fercher Bergen“ die größte Fläche ein. Sandrohböden und Braunerden aus Dünen- und Talsanden sind im „Kaniner Tal“ weit verbreitet. Fahlerden und Parabraunerden aus Sanden über Geschiebelehm bzw. Geschiebemergel beschränken sich auf die „Glindower Platte“ und ihre Ränder. Die gering verbreiteten Nassböden kommen auf Flusssanden am Schwielowseeufer vor, auf Torfen im Bereich der Kessel- und Rinnenmoore. Das Mühlenfließ, ein in der „Fercher Rinne“ verlaufender Bach natürlichen Ursprungs, erinnert an die einstmals betriebene Wassermühle an der Straße Mühlengrund. Die zahlreichen feuchten Senken und Moore in den hügeligen Partien des Gebietes, wichtige erdgeschichtliche Archive zur Rekonstruktion der Landschafts- und Vegetationsgeschichte, sind seit den 1970er Jahren durch die benachbarten Brunnen der Potsdamer Wasserversorgung zunehmend ausgetrocknet und in ihrem Pflanzen- und Tierbestand gefährdet. Der Schwielowsee gehört mit Ferch zum „Potsdamer Havel- und Seengebiet“, dessen landschaftliche Schönheit sich dem UNESCO-Weltkulturerbe der Potsdamer Schlösser und Gärten anschließt, ergänzt durch die bekannte Malerkolonie um 1900 und die zunehmende touristische Erschließung seit jener Zeit.

Bis zum hochmittelalterlichen Landesausbau unterlag das Fercher Gebiet wie viele Teile Brandenburgs einer vorwiegend durch Böden, Klima und Relief geprägten nacheiszeitlichen Vegetationsentwicklung. Außerhalb der ur- und frühgeschichtlichen Siedlungsflächen herrschte die ursprüngliche natürliche Waldzusammensetzung. Nach Ausbreitung von Rot- und Hainbuche als letzten Einwanderern unter den einheimischen Baumarten herrschte in dieser laubholzreichsten Zeit des Frühmittelalters die Eiche in verschiedenen Waldtypen vor. Aufgrund von Nährstoffangebot und Wasserhaushalt der Böden und ihrer Reliefposition waren zehn verschiedene Waldtypen entstanden. Der Kiefern-Traubeneichenwald nahm auf den Talsand- bzw. Hochflächen, der Kiefernmischwald auf dem „Beelitzer Sander“ und im „Kaniner Tal“ den größten Flächenanteil ein. Auf bodensauren Standorten waren trockener und feuchter Stieleichen-Birkenwald sowie Birken- bzw. Erlenbruchwald ausgebildet, letzterer insbesondere in der „Fercher Rinne“. Kühlfeuchte, nordwestlich exponierte Hänge und Hangfüße der „Fercher Berge“ besiedelte der Rotbuchen-Traubeneichenwald. Geringere Verbreitung hatten Wälder auf kalkhaltigen Standorten, vornehmlich trockener bis feuchter Eichen-Hainbuchenwald. Nur kleinflächig kam Erlen-Eschenwald in den gelegentlich überfluteten Niederungen vor. Die heutige Vegetation ist dagegen ein Mosaik aus Forsten, Grünland und Mooren, jeweils in unterschiedlicher Ausprägung. Nach der aktuellen Biotoptypenkartierung wachsen auf den sandigen und trockenen Standorten, z.B. auf dem „Beelitzer Sander“, naturferne Kiefernforste mit unterschiedlicher Laubholzbeimischung aus Birke, Eiche, Robinie und selten Rotbuche, auf den nassen Standorten entlang der Wiesenniederung der „Fercher Rinne“ dehnen sich Erlenbruchwälder aus. Reste der Kiefern-Traubeneichenwälder gibt es z.B. in den „Fercher Bergen“. Dort zeugen außerdem noch erhaltene „Huteeichen“ von der ehemaligen Nutzung für Waldweide bzw. Schweinemast. Im Zuge eines Waldumbaus sind besonders im letzten Jahrzehnt kleinflächig verstärkt Laubholzarten wie Stieleiche eingebracht worden. Verschiedene nichteinheimische Baumarten sind heute in vielen Teilen des Gebietes am Waldaufbau beteiligt. Dabei tritt die ursprünglich für den Brandschutz an Waldrändern angepflanzte Robinie mittlerweile verstärkt als Mischbaumart auf. Die ebenfalls angepflanzte Rosskastanie besiedelt einige anspruchsvollere Standorte, z.B. in der „Fercher Rinne“, auf ehemals buchenfähigen Standorten. Teils aus Anpflanzung, teils aus deren Verjüngung kommen Lärche, Roteiche und Spätblühende Traubenkirsche vor. In jüngster Vergangenheit fand bei den Aufforstungen auch die Douglasie Verwendung. Die nutzungsbedingten Veränderungen der Vegetation waren im 11. Jahrhundert noch auf den Umkreis der slawischen Siedlung Oberferch an der heutigen Ortslage „Alte Dorfstelle“ beschränkt. Nach der Gründung von Ferch und Kammerode hat die Waldnutzung bis zum Ende des Hochmittelalters um 1250 dagegen zu erheblichen Veränderungen in der Verteilung, Struktur und Zusammensetzung der Bestände geführt. Mit ausgedehnten Rodungen der vor allem als Haus- und Schiffsbauholz gefragten Eiche kam es zu großflächiger Verarmung des Kiefern-Traubeneichenwaldes. Auch der Anteil der Rotbuche am Waldaufbau ging zurück, obwohl beide Baumarten in Form von freistehenden Einzelexemplaren mit ausladender Krone als Mastbäume für die Waldweide von Schweinen und Rindern dienten. Auf der „Glindower Platte“ war ein beträchtlicher Teil des Stieleichen - Hainbuchenwaldes mit der intensiven Holznutzung und der Anlage von Äckern auf den Fahl- und Braunerden aus Geschiebelehm vernichtet worden. Im „Kaniner Tal“ und auf der westlich anschließenden Bliesendorfer Gemarkung führte die Freilegung der Böden zu Sandverwehrungen größeren Ausmaßes (Jungdünenbildung) und zur Ausbildung von Sandtrockenrasen. Die seit ca. 1230 an der Havel und später auch am Fercher Bach angelegten Mühlenstaue verursachten einen Grundwasseranstieg um etwa einen Meter, örtlich verstärkt durch den vermehrten Oberflächenabfluss auf den entwaldeten Standorten. In den Mooren nahm daher die Torfbildung zu, und in den Randzonen dieser und anderer Kleinsenken sowie der Gewässer verschoben sich die Übergänge hin zu grundwasserbeeinflussten Standorten und Waldtypen. So wandelte sich am Schwielowsee, am Fercher Bach und an den Mooren der feuchte Stieleichen-Birkenwald zum Birken- oder Erlenbruchwald bzw. der trockene zum feuchten Stieleichen-Birkenwald. Als Folge der Agrarkrise (1350-1450), der Pest und des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) entstanden auf den nicht beweideten Bereichen der durch Ackerbau und Streunutzung nährstoffverarmten Böden Sekundärwälder, vorrangig aus Kiefer und Birke. Besonders gefördert wurden Eichen in dem zunehmend aufgelichteten Bestand des aus Kiefern-Traubeneichenwald entstandenen Hutewaldes während der mittleren Neuzeit (1650-1750). In den kiefern- und birkenreichen Sekundärwäldern trugen Köhlerei und Teerschwelerei bis in das 18. Jahrhundert zur flächenhaften Waldnutzung bei. Das Ergebnis dieses vom Menschen innerhalb eines Jahrtausends verursachten Vegetationswandels wurde deutlich.

Der Ort wurde 1317 als Verch erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf Verch gehörte zu jener Zeit zum Besitz des Klosters Lehnin. Eine Siedlung gab es dort jedoch schon vor der Ersterwähnung. Der Name des Dorfes Verch leitet sich vermutlich von der slawischen Bezeichnung für Höhe oder Gipfel ab. Für einen Ort in ähnlicher Lage am hinteren Ende eines Sees findet sich das auch beispielsweise in Ferchesar. In einer Chronik des Ortschronisten Fritz Albert Dohnert aus dem Jahr 1954 wird noch eine andere Erklärung geliefert, denn vor 1450 trat auch die Ortsbezeichnung Fehrich auf. Diese sei eine Bezeichnung für eine Fischersiedlung gewesen. Die Zisterziensermönche des Klosters Lehnin legten an mehreren Stellen am See Fischerhütten an, wahrscheinlich auch beim heutigen Ferch. Im Landbuch Kaiser Karl IV. aus dem Jahre 1375 werden zwei Dörfer erwähnt, Verch superior und Verch inferior, ein Unteres und Oberes Dorf. Das Untere Dorf brannte im 15. Jahrhundert völlig ab und blieb lange Zeit wüst. Die ehemaligen Bewohner zogen ins Obere Dorf. Noch heute gibt es in Ferch einen Hinweis auf eine Alte Dorfstelle im Bereich des Oberdorfes. Gegen 1375 ging Ferch in den Besitz der Adelsfamilie von Rochow über. Im selben Jahr wird Wychard von Rochow als Besitzer von Ferch erwähnt. Im 16. Jahrhundert teilte sich die Familie von Rochow in mehrere Linien und bis 1804 gehörte das Dorf der Golzower Linie derer von Rochow. Ab 1804 bis in das 19. Jahrhundert waren die Fercher der Plessower Linie der Familie von Rochow lehnspflichtig.

Im südlichen Teil der „Fercher Rinne“ gab es am Übergang zum „Beelitzer Sander“ bei „Alte Dorfstelle“ bereits eine jungbronzezeitliche Siedlung, deren genaue Datierung jedoch unklar bleibt. Seit Ende des 10. Jahrhunderts bestand an derselben Stelle die slawische Siedlung Oberferch. Der während des mittelalterlichen Landesausbaus im Zuge der deutschen Ostsiedlung gegründete Ort Unterferch (Verch Inferior) ist der Ursprung des heutigen,1317 erstmals urkundlich genannten Ferch, dessen Bezeichnung vermutlich auf ein slawisches Wort für Anhöhe, Erhebung zurückgeht. Das Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 gibt erstmals detailliert Auskunft über die Besitzverhältnisse im Havelland. Zu dieser Zeit hatten die altmärkischen Gutsherren „von Rochow“ die Grundherrschaft über Ober- und Unterferch mit ihren 25 Hufen. Sie bestand mehr oder weniger durchgehend bis zur Enteignung nach dem Zweiten Weltkrieg. Das gesamte Havelland war im Spätmittelalter von der Agrarabsatzkrise (1350-1450) und einer rückläufigen Bevölkerungsentwicklung betroffen. Um 1400 waren zudem die ertragsschwachen Ackerflächen auf Sandböden bereits so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie zugunsten einer extensiven Bewirtschaftung (Weideland) aufgegeben wurden. In diese Zeit fällt der archäologisch-historisch erwiesene Wüstungsvorgang der ursprünglich slawischen Siedlung Oberferch (Alte Dorfstelle). Die Bewohner siedelten wahrscheinlich nach Unterferch um. Diese für das Hochmittelalter typische Zusammenlegung von Dörfern und die damit einhergehende Konzentration der Bevölkerung war eine Folge der „Deutschen Hufenverfassung“ und der Dreifelderwirtschaft, die nach Rodung der Wälder eingeführt wurde.

Das ehemalige Dorf „Lütkendorf“ lag auf der Feldmark und fiel um 1450 wüst. Die wüste Dorfstelle liegt östlich des heutigen Wohnplatzes „Resau“ Stadt Werder und der Gemarkung „Ferch“ Gemeinde Schwielowsee.

Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges war Ferch eines der kleinsten Dörfer der Zauche mit kaum mehr als 60 Einwohnern im Jahr 1624. Der Weg der kaiserlichen Armee führte 1638/39 auch durch die Zauche. Kammerode und Ferch brannten. Am Ende der Krieges 1648 lebte in Ferch nur noch eine Frau. Das einige Jahrzehnte jüngere Kartenwerk von SUCHODOLETZ (1679-1683) zeigt bereits wieder größere Ackerflächen im Gebiet um Ferch. Die ältesten heute noch erhaltenen Gebäude in Ferch sind vier Katen in der Dorfstraße 7-13, die Dorfkirche und das „Kossätenhaus“ an der Ecke Beelitzer/Dorfstraße. Sie sind wahrscheinlich nach dem Dreißigjährigen Krieg errichtet worden. Ebenfalls vom Ende des 17. Jahrhunderts dürfte die durch die Familie „von Rochow“ im Wiesengrund erbaute Wassermühle stammen. Das 18. Jahrhundert brachte für Ferch eine weitere Stabilisierung. 1710 wurde das erste Schulhaus gegründet, und es entstanden herrschaftliche Ziegelscheunen und ein Kalkofen. Ein Teerofen (schon bei SUCHODOLETZ 1683 verzeichnet) und ein Samendarre für die Forstwirtschaft wurden betrieben. In dieser Zeit dürfte die Forstwirtschaft für das Einkommen der Fercher eine wichtige Rolle gespielt haben. Die Bevölkerung Ferchs stieg bis 1772 auf 252 Einwohner an, was sich auch in den Kartenwerken der Zeit widerspiegelt. Am 8. November 1881 wurden alle Verpflichtungen, die die Fercher Bewohner gegenüber dem Patronatsherrn von Rochow hatten, sowie die Realabgaben, die an die Pfarre in Bliesendorf zu entrichten waren, aufgehoben. 1878 wurde das Dorf von dem Maler Karl Hagemeister (1844-1933) entdeckt, der hier mit seinem Freund Carl Schuch (1846-1903) Motive für seine Landschaftsmalerei fand. Die damalige Abgeschiedenheit und die vielseitige Natur um Ferch lockten die Künstler an den Schwielowsee. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts und dem Anschluss Ferchs an das Schienen- und Straßennetz kam es zu einer deutlichen Siedlungsausdehnung und Belebung des Fremdenverkehrs aus Potsdam und Berlin. Zwar blieb die Forstwirtschaft vorherrschend, die Fercher erschlossen sich jedoch durch Verkauf und Verpachtung von Obstbauflächen zusätzliche Einnahmequellen. Charakteristisch ist der Nutzungswandel der Holzablage in Flottstelle zu einem seit 1941 verzeichneten Badeplatz. Auch die Bebauung durch Wochenendhäuser nahm stark zu. In den Kriegsjahren 1942-1945 suchten viele Berliner in Ferch Unterschlupf vor den zunehmenden Luftangriffen. Nach dem Krieg wurde der Fercher Gutsbesitz der Rochows enteignet. Vertriebene aus den Gebieten jenseits von Oder und Neiße siedelten sich in Ferch an, wodurch die Einwohnerzahl von 896 im Jahr 1936 auf 1116 im Jahr 1946 anstieg.

Zu DDR-Zeiten errichtete und unterhielt die Deutsche Reichsbahn ein Betriebs-Ferienlager "Neue Scheune".

Nach 1990 sind auf einigen Bungalowflächen aus der DDR-Zeit Neubauten entstanden. Künftig soll die Dorfstruktur durch die Errichtung von Einfamilienhäusern verdichtet werden.

Das 1267 erstmals erwähnte Kammerode ist wahrscheinlich eine der Ortsgründungen, die nach den großflächigen Vernässungen des Havellandes durch den Mühlenstau in der Stadt Brandenburg um 1230 veranlasst worden sind. Das Dorf unterstand um 1370 der Burg oder Vogtei Potsdam und wurde 1452 vom Kloster Lehnin als lehnspflichtiger Landesbesitz erworben. Der Ortsname geht vermutlich auf slaw. komar und voda, d.h. Mückenwasser oder auf slaw. kamen für Stein zurück. Der Ort am südwestlichen Rand der Glindower Grundmoränenplatte liegt im „Kaniner Tal“, das von Sandverwehungen des Hoch- und Spätmittelalters, den „Kaniner Dünen“, bedeckt ist. Nachdem die Feldmark schon um 1375 weitgehend entwaldet war, fiel Kammerode bis 1450 wüst. Im folgenden Jahrhundert bewaldete sich die Feldmark wieder. Sie wurde zum großen Teil als Extensivweide mit Schafen genutzt und 1543 als Cammerodische Heide bezeichnet. Im Laufe des 18. Jahrhunderts ist der Ort durch ein Vorwerk und die Ansiedlung von Büdnern wieder belebt worden.

Der südliche Teil der Kammeroder Feldmark kam als „Kemnitzer Heide“ an das Gut Kemnitz bei Werder. Um 1740 wurde hier eines der ersten Forsthäuser der Umgebung gegründet, das sich zu der Waldarbeitersiedlung „Kemnitzer Heide“ mit einer Gemarkung von etwa 400 ha Wald- und Forstfläche entwickelte.

Die slawische Siedlung bei Alte Dorfstelle (Oberferch, Verch Superior), heute am gleichnamigen Weg zu den zahlreichen Wochenendgrundstücken im Fercher Forstgebiet, lag hier am Osthang der „Fercher Rinne“ nahe dem „Beelitzer Sander“. Es ist anzunehmen, dass sie sich in nächster Nähe zur Quelle des Fercher Baches befand. Das Nutzungsgebiet reichte nach den Befunden der Pollenanalyse bis in den Umkreis des 500 m entfernten Großen Moores (Fercher Kesselmoor).

Im 19. Jahrhundert begründeten Karl Hagemeister und Carl Schuch die havelländische Malerkolonie Ferch und machten mit ihren Werken das Dorf bekannt.

1908 erhielt Ferch den Anschluss an die Bahnstrecke Jüterbog–Nauen. Der Bahnhof Ferch-Lienewitz liegt jedoch weit außerhalb des Dorfes.

Im Zwickel zwischen der Bahnstrecke Potsdam-Beelitz und der östlichen Gemarkungsgrenze liegen die Wohnplätze Bahnhof Ferch-Lienewitz und Schmerberg. Der nordöstlich davon gelegene Wohnplatz Lienewitz zwischen Großem und Kleinem Lienewitzsee gehört dagegen schon zur Nachbargemeinde Michendorf. Östlich des Bahnhofsgeländes liegt der stark verlandende Karinchensee, der noch zur Gemarkung Ferch gehört.

Mit der Kreisreform von 1872 wurde Ferch dem Kreis „Zauche-Belzig“ unterstellt. Mit der Auflösung der alten Kreise 1952 in der damaligen DDR, kam die Gemeinde Ferch zum Kreis „Potsdam-Land“ im Bezirk Potsdam der DDR. 1990 wurden die neuen Bundesländer wieder eingerichtet, der Bezirk Potsdam ging komplett im Land Brandenburg auf. Mit der Ämterbildung 1992 im Land Brandenburg schloss sich die bisher eigenständige Gemeinde Ferch mit den Gemeinden Caputh und Geltow zum "Amt Schwielowsee" zusammen, das seinen Sitz in der Gemeinde Caputh hatte. Mit der Kreisreform 1993 kam die Gemeinde Ferch zum Landkreis Potsdam-Mittelmark. Die Gemeinde Schwielowsee entstand am 31. Dezember 2002 durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Gemeinden Caputh, Ferch und Geltow. Das Amt Schwielowsee wurde zum selben Zeitpunkt aufgelöst, die Gemeinde Schwielowsee amtsfrei. Die Gemeindeverwaltung zog 2003 in ihren neuen Verwaltungssitz nach Ferch auf dem Potsdamer Platz.

Ferch ist heute vorrangig ein Erholungsort. Der Schwielowsee bietet Möglichkeiten für Wassersportler, die Malerkolonie wird weiter gepflegt.

Mit der Freigabe in 2014 des Parkplatzes am "Haus am See" in Neue Scheune ist nach einer Entwicklungszeit von 14 Jahren der letzte Bauabschnitt des Uferwanderweges in Ferch fertiggestellt worden. Damit können Urlauber und Ausflügler jetzt durch ganz Ferch den freien Blick auf den Schwielowsee genießen. Der erste Abschnitt des Uferwanderweges war im Jahr 1999 mit dem Bau des Radweges von Caputh nach Ferch begonnen worden. Der gesamte Uferwanderweg ist 6,32 Kilometer lang. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,85 Millionen Euro, wovon die Gemeinde Schwielowsee etwa 536000 Euro selbst investiert hat. Rund 1,3 Millionen Euro sind Fördermittel.

Die Gemeinde Schwielowsee plant am bestehenden BOS-Funkturm (Schleuderbetonmast) eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform zu errichten. Die Umsetzung ist noch nicht gesichert. Die entsprechenden Bauantrags- und Fördermittelantragsverfahren laufen derzeit. Ziel der Gemeinde ist es, mit der Errichtung der Aussichtsplattform, den Urlaubern, Tagesgästen und Bürgern den spektakulären Ausblick, von der zweithöchsten Erhebung im Landkreis Potsdam-Mittelmark, zugänglich zu machen. Bei gutem Wetter kann der Blick bis zum Berliner Fernsehturm, nach Potsdam, Stadt Brandenburg „Marienberg“ und zu „Hohen Fläming“ reichen. Unmittelbar ist die Schönheit, des Havellandes, die Stadt Werder, des Schwielowsees und die riesigen Waldflächen um Ferch zu genießen.

Das Busunternehmen Havelbus bietet mit der Linie 607 eine Busverbindung von Potsdam über Caputh nach Ferch an.

Der Haltepunkt Ferch-Lienewitz an der Bahnstrecke Jüterbog–Nauen wird von der Regionalbahnlinie RB 23 bedient.

In Ferch gibt es zwei Anlegestellen für Fahrgastschiffe des Unternehmens Weiße Flotte Potsdam. Diese Anlegestellen befinden sich unmittelbar bei den Gaststätten / Hotel „Haus am See“ und „Bootsklause“.

Durch die Gemarkung Ferch führen zwei Autobahnen (BAB 9 und BAB 10) mit den Anschlussstellen Ferch und Glindow und das Autobahndreieck Potsdam. Ferner wird der Ortsteil Ferch durch die Kreisstraße „K 6907“ und der Landstraße „L 90“ durchquert.

 

Der Europaradweg führt als internationale Route von Boulogne-sur-Mer in Frankreich bis nach St. Petersburg in Russland. Dabei tangiert er auf mehr als 3000 km neun europäische Länder. Der R1 verläuft im Bereich der Gemarkung Ferch über eine weite Strecke durch typisch märkische Kiefernforste und überquert 2 mal die Autobahn, was interessante Blicke auf das Autobahndreieck Potsdam ermöglicht. Hier beginnt das Havelland. Vorbei an Ferch führt die Route entlang am Schwielowsee in Richtung Petzow - Stadt Werder.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel  Ferch (Schwielowsee) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creativ Commons Attribution/ShareAlike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Umzugsservice

»  Umzugsfirmen

»  Wohnungsauflösungen

»  Einlagerungen

Eigentumsverwaltung

»  Hausverwaltungen

»  Vermietungen

»  Handwerksfirmen

Energieberatung

»  Energieausweis

»  Photovoltaik