Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist ein Landkreis im Nordwesten des Landes Brandenburg
Geografie Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin umfasst den Osten der Region Prignitz, die Ruppiner Platte, einen Großteil des Ruppiner Landes und das Ländchen Bellin des Havellandes. Er geht
im Norden in die Mecklenburgische Seenplatte über. Nachbarkreise sind im Norden der mecklenburg-vorpommerische Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, im Osten der Landkreis Oberhavel, im
Süden der Landkreis Havelland, im Südwesten der sachsen-anhaltische Landkreis Stendal und im Westen der Landkreis Prignitz. Zum Landkreis gehören fünf der 100 flächengrößten Städte und
Gemeinden Deutschlands (Wittstock/Dosse, Rheinsberg, Neuruppin, Fehrbellin, Heiligengrabe). Ostprignitz-Ruppin ist der flächenmäßig drittgrößte Landkreis Brandenburgs und steht
deutschlandweit an neunter Stelle.
Geschichte
Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin entstand am 6. Dezember 1993 im Rahmen der brandenburgischen Kreisreform durch Zusammenlegung der Landkreise Wittstock, Kyritz und Neuruppin.
Bestrebungen, die Ostprignitz mit dem jetzigen Landkreis Prignitz in einem die ganze Prignitz umfassenden Landkreis zu vereinen, wurden von der Landesregierung abgelehnt.
Wirtschaft[Bearbeiten] In der Region spielt der Erholungstourismus mit Camping-, Jagd- und Wassersportmöglichkeiten eine Rolle. Große Teile sind land- und forstwirtschaftlich
geprägt.
Städte und Gemeinden
Nach der Gemeindegebietsreform 2003 umfasste der Landkreis 23 Gemeinden, darunter sechs Städte. Die Gemeinden Herzsprung und Königsberg erreichten 2004 einen Beschluss des
Landesverfassungsgerichts, dass ihre Zwangseingemeindung am 26. Oktober 2003 in die Stadt Wittstock/Dosse aus Formfehlern nichtig war. Sie wurden solange vom Amt Wittstock/Dosse
verwaltet, bis sie sich entschieden, in welche Gemeinde sie eingemeindet werden sollen. Seit dem 1. Januar 2005 gehören sie als Ortsteile zur Gemeinde Heiligengrabe.
Städte
Kyritz (9236), Lindow (Mark) ¹ (3047), Neuruppin (30.162), Neustadt (Dosse) ¹ (3462), Rheinsberg
(8179), Wittstock/Dosse (14.708)
Amtsfreie Gemeinden
Fehrbellin (8606), Heiligengrabe (4510), Wusterhausen/Dosse (6017)
Ämter und zugehörige Gemeinden
1. Lindow (Mark) (4643), Herzberg (Mark) (634), Lindow (Mark), Stadt (3047), Rüthnick (495), Vielitzsee (467), 2. Neustadt (Dosse) (7747), Breddin (903), Dreetz (1157), Neustadt (Dosse),
Stadt (3462), Sieversdorf-Hohenofen (742), Stüdenitz-Schönermark (617), Zernitz-Lohm (866), 3. Temnitz (5317) (Amtssitz: Walsleben), Dabergotz (599), Märkisch Linden (1193),
Storbeck-Frankendorf (473), Temnitzquell (772), Temnitztal (1456), Walsleben (824), Sonstiges
Im Kreisgebiet wird gelegentlich noch ostniederdeutsches Platt gesprochen. Zwischen den Städten Wittstock, Rheinsberg und Neuruppin liegt ein ehemals von der sowjetischen Armee genutzter,
Bombodrom genannter ehemaliger Truppenübungsplatz. Pläne der Bundesregierung zur Weiternutzung durch die Bundeswehr waren seit 1993 juristisch und politisch heftig umstritten. 2009 gab
Bundesverteidungsminister Franz Josef Jung den Verzicht auf das Gelände bekannt.
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