Friesack ist eine amtsangehörige Stadt im Landkreis Havelland in Brandenburg
Sie wird vom Amt Friesack verwaltet. Die Umgebung ist, abgesehen von der Felderwirtschaft, wasserreich, sumpfig und waldreich. Aufgrund der für diese Gegend mächtigen – allerdings heute
nicht mehr vorhandenen – Burg hatte dieser Ort im Mittelalter eine größere Bedeutung. Friesack ist eine Stadt im Landkreis Havelland des Landes Brandenburg und Verwaltungssitz des Amtes
Friesack. Sie liegt am Alten Rhin zwischen dem Rhinkanal und dem havelländischen Hauptkanal, etwa 60 Kilometer westnordwestlich von Berlin an der Bundesstraße 5 und der Berlin-Hamburger
Bahn. Friesack liegt mitten zwischen den Städten Rathenow, Nauen, Kyritz und Neuruppin. Ortsteile: Wutzetz, Zootzen. sowie die Wohnplätze: Am Bahnhof, Am Rhinkanal, Am Schafstall,
Briesen, Briesener Zootzen, Damm, Fliederhorst, Friesacker Zootzen, Karolinenhof, Klessener Zootzen und Wutzetzer Mühle. Das Feuerwehrhaus wurde nach Abriss der anliegenden Gasanlage
(1996) und des Gasometers (1999) erweitert. Im Jahr 2000 wurde die Sanierung des Marktplatzes beendet. Angrenzend in der Berliner Straße wurde eine Ladenzeile gebaut, die derzeit zum
großen Teil unvermietet ist. Im Gegensatz zu früher besteht heute die starke Tendenz, Alltagsgegenstände in Einkaufszentren, wie zum Beispiel dem vor Berlin an der B 5 liegenden Havelpark
Dallgow, zu besorgen. Obwohl die Stadt für kleinere Geschäfte nicht genug Käuferpotential anzieht, stellt sie für die Umgebung im Lebensmittelbereich ein lokales Einkaufszentrum dar.
Sonst ließe sich die hohe Dichte von Lebensmitteleinkaufsmärkten, die sich dort halten, nicht erklären. So mager das Angebot daneben zumeist auch ist, findet man doch weitaus mehr als in
der Umgebung.Der 2004 erfolgte Ausbau der Bahnstrecke für den ICE-Betrieb hatte auch bei Friesack einige bauliche Veränderungen wie den Brückenbau für die Hamburger Straße nach Zootzen
zur Folge.Ein Relikt der aus der Auflösung der DDR resultierenden, teils problematischen Besitzverhältnisse ist das ehemalige Hotel „Zum Stern“ in der Berliner Straße. Das einstmals
schöne Haus ist derzeit in einem verwahrlosten Zustand. Nutzungskonzepte schlugen bisher fehl, inzwischen ist das Haus abgerissen worden. Die Stadt weckt derzeit tendenziell den Eindruck
einer dreigeteilten Bevölkerung: Einmal die Alteingesessenen, welche vor allem das Stadtbild im Ortskern bilden und sich zum großen Teil aus älteren Menschen rekrutieren. Das Häuserbild
reicht von aufwendig restaurierten alten Schmuckstücken bis zu maroden baufälligen Häusern, welche ein mittelalterliches Gassenbild erzeugen. Bei neuzugewanderten Familien, welche mehr
die neugebildeten Stadtviertel bevölkern und kinderreicher sind, reicht das Stadtbild von Plattenbau bis zu schönen Einfamilienhäusern. Den dritten Anteil der Bevölkerung bilden die sich
nur vorübergehend in der Stadt aufhaltenden Schüler und Auszubildenden. So ergibt sich eine durchaus friedliche Koexistenz, wobei diese Bevölkerungskomponente einen völligen Verfall des
Ortes in die Bedeutungslosigkeit entgegenzuwirken scheint. Aber im Gegensatz zu einer normalen Entwicklung einer Stadt, deren Nachwuchs von der eigenen Bevölkerung gestellt wird, haben
die Schüler wenig Einfluss auf das Stadtbild. Man wundere sich deshalb nicht, dass die „Hauptstraße“, welche eher den Eindruck macht, dass die Stadt unter Landflucht zu leiden hat, von
relativ vielen Jugendlichen bevölkert ist, zumal sie für diese wenig zu bieten hat. Dieses oberflächlich betrachtet nicht passen wollende Stadtbild von einem teils „noch“ maroden,
mittelalterlich wirkenden, nicht touristisch erschlossenen Ortskern und relativ vielen Jugendlichen ist ein interessanter Unterschied gegenüber anderen Kleinstädten. Friesack liegt an der
Bundesstraße 5 auf halber Strecke zwischen Berlin und Perleberg. Der vom Ortszentrum etwa 2,5 Kilometer abgesetzte Bahnhof Friesack an der Berlin-Hamburger Bahn wird durch den RE 2
bedient. Außerdem beginnt in Friesack, abzweigend von der B5 die Bundesstraße 188, die in Richtung Westen über Stendal, Gardelegen, Wolfsburg, Gifhorn nach Burgdorf führt.
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