Berliner Vorstadt - PLZ 14467 (Potsdam)
Die als Denkmal geschützte Berliner Vorstadt liegt zwischen Jungfern-, Tiefem und Heiligem See
... in der unmittelbaren Nähe zur historischen Parkanlage des Neuen Gartens und auch zur Stadtmitte. Sie ist eines der bevorzugten Wohngebiete Potsdams, und grenzt an Berlin-Wannsee. Die
stadtseitige Begrenzung bildet das Berliner Tor, von dem allerdings nur noch ein Flügelbau steht. Sie ist überwiegend durch herrschaftliche Villen und ausgedehnte Gärten geprägt, in denen
sich von 1945 bis 1991 auch die französische und englische Militärmissionen befanden. Es gibt aber auch Ein- und Zweifamilienhäuser sowie aufwändige Mehrgeschosswohnungsbauten der
Gründerzeit und aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. In den dortigen Villen haben u. a. berühmte Einwohner Potsdams wie Nadja Auermann, Wolfgang Joop, Ulrich Meyer und Günther Jauch ihr
Domizil. Den Übergang der Berliner Vorstadt Potsdams in den Berliner Stadtbezirk Wannsee bildet die Glienicker Brücke. Erschlossen wurde das Gebiet zwischen Tiefem und dem Heiligem See
erst in der Zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nachdem sich dort Gewerbe angesiedelt hatte. Die Berliner Vorstadt war Standort der Leibgarde-Husaren-Kaserne, die Karl Friedrich Schinkel
und Ludwig Persius im Auftrag von Friedrich Wilhelm III. zwischen 1839 und 1843 errichteten, da von hier die Übungsplätze Bornstedter Feld und Döberitzer Heide gut erreichbar waren. Hier
ist aber auch der Standort für die verschiedensten kulturellen Einrichtungen der Stadt, wie beispielsweise das Hans Otto Theater, das im September 2006 eröffnet wurde und sich direkt am
Tiefen See befindet. Entworfen wurde das neue Theatergebäude vom renommierten Kölner Architekten Gottfried Böhm. Aber auch anspruchsvolles Gewerbe wie der Softwarehersteller (z. B.
Oracle), das Auto-Designzentrum von Volkswagen in der Schiffbauergasse, das Potsdamer Klinikum „Ernst von Bergmann“ und Einrichtungen eines bedeutenden deutschen
Telekommunikationsunternehmens sind beiderseits der Berliner Straße zu finden. Die berühmte Glienicker Brücke – Eingang zur Berliner Vorstadt – verbindet Berlin mit Potsdam. Von dort
führen weitläufig auch Wander- und Fahrradwege in Richtung Cecilienhof, zur Gotischen Bibliothek sowie zum Ufer des Tiefen Sees. Die dort als Arkadien errichteten ufernahen
Eigentumswohnungen haben einen hervorragenden Blick auf den gegenüber liegenden Park Babelsberg. Der Stadtteil Babelsberg ist durch die Humboldt-Brücke erreichbar. Die
Stadtverordnetenversammlung Potsdam hat am 4. Mai 2005 eine Satzung zum Schutz des Denkmalbereichs der gesamten Berliner Vorstadt (Denkmalbereichssatzung Berliner Vorstadt) beschlossen
und damit dieses gesamte Vorstadtensemble unter Baudenkmalschutz gestellt.
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