Trebbin ist eine amtsfreie Stadt im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg
Als ehemaliger Wohnort des märkischen Eulenspiegels Hans Clauert trägt die Stadt den Beinamen Clauertstadt. Sie ist direkte Rechtsnachfolgerin des von 1992 bis 2003 bestehenden Amtes
Trebbin. Trebbin liegt zwischen Teltow und dem Fläming am Rande einer Niederung östlich der Nuthe 36 km südlich von Berlin. Die Stadt liegt an der östlichen Grenze des Naturparks
Nuthe-Nieplitz bzw. mit einigen Ortsteilen auch im Naturpark. Trebbin besteht aus den folgenden Ortsteilen: Blankensee an dem gleichnamigen See, mit Schloss und Schlossgarten, im
Naturpark Nuthe-Nieplitz, Christinendorf, Glau in den Glauer Bergen mit der Friedensstadt, im Naturpark Nuthe-Nieplitz, 1368 wurde der Ort der heute etwa 330 Einwohner hat (2006) erstmals
urkundlich als Gloych erwähnt. Das Wort bedeutet Kopf und ist als Metapher für Berg zu verstehen. 1920 bis 1935 ließ Joseph Weißenberg das christliche Siedlungswerk Friedensstadt mit 40
Gebäuden errichten, welche etwa 500 Menschen Platz boten. Die Siedlung war zur damaligen Zeit die größte und modernste Privatsiedlung Deutschlands. 1938 übernahm die SS das Gelände und
nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Rote Armee. 1994 erhielt die Johannische Kirche das Gelände zurück., Großbeuthen mit dem Gemeindeteil Kleinbeuthen, im Naturpark Nuthe-Nieplitz,
Klein Schulzendorf, Kliestow, Löwendorf, Lüdersdorf, Märkisch Wilmersdorf, bis 20. Oktober 1937: Wendisch Wilmersdorf, Schönhagen mit Schloss und Flugplatz, im Naturpark Nuthe-Nieplitz,
Stangenhagen am Zusammenfluss von Nieplitz und Pfefferfließ im Naturpark Nuthe-Nieplitz, Thyrow, Wiesenhagen, bis 8. Januar 1938 Neuendorf sowie den Wohnplätzen: Ebelshof, Eichenhof,
Finkenberg, Forsthaus Altlenzburg, Forsthaus Lenzburg, Freie-Scholle-Siedlung, Kolonie Thyrow, Paulshöhe, Plantage, Priedel, Schönblick, Seeblick und Ziegelei. Für den Stadtnamen Trebbin
sind nach Gerhard Schlimpert zwei Deutungen möglich. Die polabische Form Trebin- könnte als Ort des Treba gedeutet werden (vgl. den polnischen Personennamen Trzeba, oder tschechisch
Třeba). Möglich ist auch eine polabische Grundform Trebyn- = Siedlung auf der Rodung (vgl. niedersorbisch tŕebiś = reinigen, roden). Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert
entwickelte sich der Gartenbau in Trebbin, damit wuchs die Stadt und die Einwohnerzahl stieg von 6.594 im Jahr 1875 auf 7.565 im Jahr 1910. Im gleichen Jahr erfolgte die Einweihung einer
neuen Schule. Zwei Jahre später wurde die Katholische Kirche errichtet. Der Zuzug setzte sich unvermindert fort. In den 1920er Jahren entstanden die ersten Häuser der Siedlung „Freie
Scholle“, erbaut vom Architekten Bruno Taut. Die Luchsiedlung kam Anfang der 1930er Jahre hinzu. Im gleichen Jahrzehnt wurde Trebbin als ein Zentrum des deutschen Segelflugs bekannt. So
entstand im heutigen Ortsteil Schönhagen eine Reichssegelflugschule. Auf deren Gelände war 1939 auch vorübergehend die Ingenieurschule für Luftfahrttechnik (IfL) untergebracht. Im Februar
1939 war Grundsteinlegung für das heutige Rathaus. Im gleichen Jahr lebten bereits 9.069 Einwohner in der Stadt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs die Zahl der Einwohner, auch
bedingt durch den Zustrom von Flüchtlingen auf über 11.000 an. Seit dem 1. Mai 1976 ist Löwendorf Teil des Stadtgebietes. In den darauffolgenden Jahrzehnten nahm die Einwohnerzahl stetig
ab und stabilisierte sich erst bei rund 8.000 Einwohnern Anfang der 1990er Jahre. Seitdem steigt die Einwohnerzahl, auch bedingt durch die Eingemeindungen, stetig an und liegt heute bei
rund 9.300 Einwohnern. Zum 15. Juni 1992 schlossen sich Blankensee, Christinendorf, Glau, Großbeuthen, Kleinschulzendorf, Kliestow, Lüdersdorf, Märkisch Wilmersdorf, Schönhagen,
Stangenhagen, Thyrow, Wiesenhagen und die Stadt Trebbin zum Amt Trebbin zusammen. Ab dem 27. September 1998 bediente sich das Amt Trebbin zum Erfüllen seiner Aufgaben der Verwaltung der
Stadt Trebbin. Zum 31. Dezember 1997 schlossen sich die Gemeinden Glau, Kliestow, Wiesenhagen und die Stadt Trebbin zur neuen Stadt Trebbin zusammen. Zum 27. September 1998 schlossen sich
der Stadt Trebbin die Gemeinden Stangenhagen, Blankensee und Klein Schulzendorf an. Zum 26. Oktober 2003 wurden schließlich die Gemeinden Lüdersdorf, Schönhagen und Thyrow per Gesetz in
die Stadt Trebbin eingegliedert, das Amt Trebbin aufgelöst, und die Stadt Trebbin wurde amtsfrei. Die Gemeinde Thyrow erhob 2004 vor dem brandenburgischen Verfassungsgericht kommunale
Verfassungsbeschwerde gegen ihre gesetzlich verordnete Eingliederung in die Stadt Trebbin, die jedoch zurückgewiesen wurde.
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