Niedergörsdorf ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Teltow-Fläming
... in Brandenburg. Die Gemeinde befindet sich im Herzen des Fläming. Niedergörsdorf besteht aus den folgenden Ortsteilen Altes Lager, Blönsdorf, Bochow, Dalichow, Danna, Dennewitz,
Eckmannsdorf, Gölsdorf, Kaltenborn, Kurzlipsdorf, Langenlipsdorf, Lindow, Malterhausen, Mellnsdorf, Niedergörsdorf, Oehna, Rohrbeck, Schönefeld, Seehausen, Wergzahna,Wölmsdorf,
Zellendorf. Mit der Wende begann für Niedergörsdorf die kommunale Selbstverwaltung. Die Gemeinde bestand 1990 aus 5 Ortsteilen (Dorf, Bahnhof, Gölsdorf, Wölmsdorf, Kaltenborn). 1991
schlossen sich Niedergörsdorf und Dennewitz zur Verwaltungsgemeinschaft Niedergörsdorf/Dennewitz zusammen. Niedergörsdorf gehörte mit Wirkung vom 15. Juni 1992 zu den 10 Gemeinden,
die das Amt Niedergörsdorf bildeten. Ab 1993 entwickelte sich der 6. Ortsteil Niedergörsdorfs, der den Namen „Flugplatz“ erhielt. Hier siedelten sich zunächst deutschstämmige
Spätaussiedler aus Kasachstan an. Mit Wirkung vom 31. Dezember 1997 schlossen sich 14 Gemeinden, so auch Niedergörsdorf, zur Gemeinde Niedergörsdorf zusammen. Sie gaben damit ihre
Selbstständigkeit auf. Mit Erlass einer neuen Hauptsatzung im Mai 2003 wurden die Ortsteile Bahnhof und Flugplatz aufgelöst. Bahnhof gehört seither zum Ortsteil Niedergörsdorf und
Flugplatz zum Ortsteil Altes Lager. n der Liste der Baudenkmale in Niedergörsdorf und der Liste der Bodendenkmale in Niedergörsdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes
Brandenburgs eingetragenen Kulturdenkmale. Die Feldsteinkirche in Mellnsdorf stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Saalkirche mit eingezogenem Chor und anschließender
Apsis verfügt seit dem 19. Jahrhundert über einen Fachwerkturm sowie einen Westgiebel mit Portal. Das Dach des Kirchturms wurde 1957 erneuert, wobei jedoch schwere Mängel auftraten,
die 2002 dazu führten, dass die Kirchturmspitze abgenommen werden musste. Seitdem steht sie neben der Kirche. Weitere Dorfkirchen sind in den früheren Dörfern vorhanden, wie auf den
Fotos zu sehen. Auf einer Anhöhe zwischen Niedergörsdorf und Dennewitz steht ein Obelisk, entworfen von Karl Friedrich Schinkel. Er wurde am 6. September 1817 als erstes Denkmal für
die Schlacht bei Dennewitz errichtet. Er steht dort, wo während der Schlacht die Division des Generalleutnants August von Thümen den Gegner nach schweren Kämpfen zurückdrängte. Eine
Inschrift besagt: „Die gefallenen Helden ehrt dankbar König und Vaterland. Sie ruhn in Frieden. Dennewitz, den 6. September 1813.“ Der Obelisk ist Teil einer von Friedrich Wilhelm
III. gewünschten Denkmalanlage, zu der auch ein unterhalb gelegenes, von Schinkel entworfenes Haus gehört, in dem gemäß dem Wunsch des Königs immer ein Kriegsveteran mietfrei wohnte
(bis 1945, dann bis 1952 leerstehend, dann Dienstwohnung des Oberförsters). Die sich anschließende Eichenallee stammt von Peter Joseph Lenné. Durch die ganze Gemeinde zieht sich der
Fläming-Skate, der im Ortsteil Altes Lager einen eigenen Rundkurs hat. Der Haltepunkt Niedergörsdorf liegt an der Bahnstrecke Berlin–Halle. Der Bahnhof Oehna befindet sich an der
Bahnstrecke Jüterbog–Röderau. An der letzt genannten Strecke soll auch der Haltepunkt Zellendorf wiedereröffnet werden.
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