Die Gemeinde Niederer Fläming ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis
... Teltow-Fläming in Brandenburg. Sie entstand sukzessive durch den Zusammenschluss von 23, von meist recht kleinen, ursprünglich selbständigen Gemeinden. Einige der heutigen
Ortsteile waren bereits früher in größere Gemeinden eingemeindet worden. Die Gemeinde Niederer Fläming liegt südlich von Berlin, im Süden des Landkreises Teltow-Fläming, in der von
der Saale-Kaltzeit geprägten Altmoränenlandschaft des Niederen Fläming. Die Gemeinde Niederer Fläming besteht nach der Hauptsatzung aus 23Ortsteilen: Bärwalde, Borgisdorf, Gräfendorf,
Herbersdorf, Hohenahlsdorf, Hohengörsdorf, Hohenseefeld, Höfgen, Körbitz, Kossin, Lichterfelde, Meinsdorf, Nonnendorf, Reinsdorf, Riesdorf, Rinow, Schlenzer, Sernow, Waltersdorf,
Welsickendorf, Weißen, Werbig, Wiepersdorf. Niederer Fläming ist eine „junge“ Gemeinde mit 23 Ortsteilen und zurzeit 3335 Einwohnern. Vorläufer der Gemeinde waren ab Dezember 1990 die
Verwaltungsgemeinschaften Hohenseefeld und Werbig, die seit dem 6. September 1992 das Amt Niederer Fläming bildeten (anfangs noch mit den seit dem 31. Dezember 1997 zu Niedergörsdorf
gehörenden Orten Bochow und Zellendorf). Entstanden ist die Gemeinde dann am 31. Dezember 1997 durch den freiwilligen Zusammenschluss von zunächst 14 Gemeinden des Amtes. Die
Namensgebung wurde von allen beteiligten Gemeindevertretern mit Vertrag geschlossen. Am 1. August 2002 wurde Hohenseefeld und am 26. Oktober 2003 Herbersdorf in die Gemeinde Niederer
Fläming eingegliedert. Die Verwaltung oblag bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin dem Amt Niederer Fläming, das zuletzt nur noch aus den Gemeinden Herbersdorf und Niederer Fläming
bestanden hatte. Mit der Eingliederung von Herbersdorf in die Gemeinde Niederer Fläming wurde das Amt Niederer Fläming aufgelöst. Somit ist die Gemeinde Niederer Fläming seit dem 26.
Oktober 2003 amtsfrei. Ein Ausflugsziel für viele Kultur- beziehungsweise Literaturliebhaber ist das Schloss Wiepersdorf mit seinen Anlagen. Dort lebte das romantische Dichterpaar
Bettina und Achim von Arnim. In Bärwalde ist die baulich gesicherte Ruine einer mittelalterlichen ehemaligen Wasserburg zu besichtigen. Letzte „Burgherren“ bis 1945 waren ebenfalls
die von Arnims. In den einzelnen Ortsteilen haben sich einige mittelalterliche Feldsteinkirchen, oft sogar nur wenig verändert erhalten. Dazu gehört die Dorfkirche von Waltersdorf.
Entgegen dem schlichten Äußeren folgt eine um so reichhaltigere Ausstattung im Innern. Sie enthält eine bemalte, gewölbten Holzdecke von Joseph Gerlach (1754) sowie Altar,schwebender
Engel, Kanzel und Gestühl. Die Kirche ist durch Hausschwamm und Nässe stark bedroht. Interessant für Erholungssuchende und Sportbegeisterte sind die langen Strecken der Flaeming-Skate
durch die reizvolle typische Landschaft des Niederen Fläming, welche zum Teil auf dem Gemeindegebiet verlaufen. Die Riesdorfer Heide und die Wasserheide bieten ideale Bedingungen für
Nordic-Walking. Im Oberlaubenstall in Lichterfelde werden abwechslungsreiche Veranstaltungen präsentiert und wer hoch hinaus möchte, kann am Flugplatz Reinsdorf einen Rundflug buchen.
In Meinsdorf unweit von Wiepersdorf findet sich der gut erhaltene, sehenswerte jüdische Friedhof, eines der wenigen Zeugnisse jüdischer Kultur, das unzerstört die Zeit des
Nationalsozialismus überdauerte. Die Inschriften in Hebräisch und Deutsch weisen aus, dass zwischen 1850 und 1871 jüdische Mitbürger aus der Umgebung hier ihre letzte Ruhestätte
fanden. Die Baudenkmale und die Bodendenkmale der Gemeinde Niederer Fläming sind in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs aufgeführt. Im Gräberfeld von Schlenzer wurden
bronzezeitliche Funde gemacht. Der slawische Burgwall im Ortsteil Bärwalde ist ein Bodendenkmal. Die Wirtschaft ist traditionell durch die Landwirtschaft, Handwerk und
Dienstleistungen geprägt. In jüngster Zeit spielt die Energiegewinnung aus regenerativen Quellen, wie Wind und Biomasse, meist jedoch durch „auswärtige“ Investoren, eine immer größere
Rolle. Im Ortsteil Werbig befinden sich eine Grundschule mit Hort und je eine Kita in den Ortsteilen Lichterfelde und Hohenseefeld. Durch die Bundesstraße 102 (Rathenow–Luckau) und
die Bundesstraße 101 (Berlin-Mariendorf–Meißen), die durch das Gemeindegebiet führen, ist die Gemeinde Niederer Fläming an das überregionale Verkehrsnetz angeschlossen.
Dieser Text basiert auf dem freien Enzyklopädie Wikipedia-Artikel über diesen Ort. Niederer Fläming