Nauen ist eine Stadt im Landkreis Havelland in Brandenburg, westlich von Berlin
Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes und wird auch „Funkstadt“ genannt. Die Stadt Nauen liegt im nordöstlichen Teil der Region
Havelland, ca. 18 km westlich vor Berlin und ca. 24 km nordwestlich der Landeshauptstadt Potsdam. Das Gebiet der Stadt zählt zu den flächengrößten in Deutschland. Landschaftlich liegt
Nauen zwischen dem ausgedehnten Landschaftsschutzgebiet Nauen-Brieselang-Krämer und überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen im Süden und Südwesten. In geologischer Hinsicht liegt
die Stadt am nördlichen Rand der nach ihr benannten Nauener Platte, einer bis zu 15 Meter dicken und weitgehend geschlossenen Grundmoränenbildung der Saaleeiszeit und der letzten Eiszeit,
die zum Teil von flachwelligen Endmoränenbildungen überlagert ist. Die Nauener Platte ist heute ein ausgewiesenes Windnutzungsgebiet, welches durch eine hohe Anzahl und Dichte von
Windkraftanlagen charakterisiert wird. Stadtgliederung: Kirche in Klein Behnitz, Berge, Bergerdamm mit den Ortsteilen Bergerdamm-Lager, Hanffabrik und Hertefeld, Börnicke mit dem Ortsteil
Ebereschenhof, Groß Behnitz mit dem Ortsteil Quermathen, Kienberg mit dem Ortsteil Teufelshof, Klein Behnitz, Lietzow mit dem Ortsteil Utershorst, Markee mit den Ortsteilen Markau,
Neugarten, Neuhof und Röthehof, Neukammer, Ribbeck, Schwanebeck, Tietzow, Wachow mit den Ortsteilen Gohlitz und Niebede, Waldsiedlung Rathausplatz mit Rathaus (neugotischer Backsteinbau
von 1888–1891) und Sittelschem Haus. Am 26. Oktober 2003 wurden Berge, Bergerdamm, Börnicke, Groß Behnitz, Kienberg, Klein Behnitz, Lietzow, Markee, Ribbeck, Tietzow und Wachow
eingemeindet. Evangelische Kirche St.-Jacobi: Spätgotischer Backsteinbau, errichtet um 1400, Chor zweite Hälfte 15. Jahrhundert, nach einem Brand wurde die Kirche 1695 wieder aufgebaut.
Der ca. 55 m hohe Turm mit barocker Haube wurde 1707 auf dem aus dem 12. Jahrhundert stammenden Unterbau errichtet. In der Kirche befindet sich eine 1874 gebaute Orgel aus der Werkstatt
Heerwagen. Historische Altstadt mit Gebäuden aus dem 17. bis 20. Jahrhundert, zum Beispiel in der Mittelstraße mit dem Voßschen Haus (Nr. 33; Jugendstil), dem Barzschen Haus (Nr. 12–16)
und dem Rumpffschen Haus, die zwischen 1999 und 2002 saniert wurden. Wasserturm (Mauerstraße/Goethestraße; 1898 erbaut, steht unter Denkmalschutz). (2006 renoviert, beinhaltet jetzt
Nauens höchste Wohnung) Fachwerkkirche in Markee: erbaut 1697 als Ersatz für den hinfälligen Vorgängerbau, enthält vorreformatorische Apostelfiguren, Bild aus der Cranach-Schule,
Altarkanzel und Empore von ca. 1700, Art-Déco-Ausmalungen aus den 1930er Jahren. Gedenkstein für die KZ-Opfer von Börnicke seit 1975 auf dem Gelände der einstigen Fabrik Sowjetischer
Ehrenfriedhof, ehemals an der Berliner Straße, inzwischen auf den Städtischen Friedhof verlegt, erinnert an umgekommene Sowjetsoldaten und Zwangsarbeiter anderer Nationen, Gedenkstein an
der ehemaligen Synagoge in der Goethestraße 11, 1988 angebracht, Skulptur des Künstlers Ingo Wellmann zur Erinnerung an die verfolgten und ermordeten jüdischen Mitbürger auf dem jüdischen
Friedhof Am Weinberg, ebenfalls 1988 aufgestellt.
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