Liebenwalde ist eine amtsfreie, kreisangehörige Stadt im Landkreis Oberhavel
... in Brandenburg. Die heutige Stadt entstand erst 2003 durch den Zusammenschluss von fünf ehemals selbständigen Gemeinden und dem Kernort, der Stadt Liebenwalde. Die Stadt liegt 21 km
nordöstlich von Oranienburg an der Bundesstraße 167. In der Umgebung befinden sich der Vosskanal, der Lange Trödel, der Oder-Havel-Kanal, die Havel sowie der Mühlensee, der Beverinsee und
der langgestreckte Wutzsee. Die Stadt gliedert sich nach der Hauptsatzung in sechs Ortsteile: Freienhagen, Hammer, Kreuzbruch, Liebenthal, Liebenwalde, Neuholland. Außerdem existieren
noch folgende Wohnplätze: Angra Pequena, Ausbau am See, Bergemannhof, Bischofswerder, Emilienfelde, Falkenhorst, Försterei Bismark, Großsiedlung, Hammerbruch, Heidchen, Höpen,
Kleinsiedlung, Kreuzthal, Liebenwalder Schleuse, Rehhorst, Sandberge, Sperberhof und Walterhof. Geschichte: Etwa um das Jahr 1200 errichteten Askanier eine Burg auf einem bereits
existierenden Burgberg. Die Gründung erfolgte wohl 1232. 1244 jedenfalls wird Liebenwalde als Levenwalde erstmals urkundlich erwähnt. Das älteste bekannte Stadtsiegel stammt aus dem Jahre
1349. Mit dem Bau des Finowkanals 1746 gewann der Ort an wirtschaftlicher Bedeutung, die jedoch wieder zurückging, als 1914 der Oder-Havel-Kanal schiffbar wurde. Nachdem 1832 ein Brand
Kirche, Pfarrhaus, Spritzenhaus und mehr als 20 Bürgerhäuser vernichtet hatte, wurde 1835 die neu errichtete Kirche eingeweiht und 1879 das neue Rathaus fertiggestellt. Der Anschluss an
das Eisenbahnnetz folgte 1901 mit dem Bau einer von Berlin über Basdorf nach Liebenwalde führenden Strecke (Heidekrautbahn), welche 1997 stillgelegt wurde. Im Zuge der Ämterbildung in
Brandenburg schlossen sich 1992 Liebenwalde, Hammer, Kreuzbruch, Liebenthal und Neuholland zu einer Verwaltungsgemeinschaft, dem Amt Liebenwalde zusammen. Sitz des Amtes war in der Stadt
Liebenwalde. Am 26. Oktober 2003 schlossen sich die vormals selbständigen Gemeinden Hammer, Liebenthal, Neuholland und die Stadt Liebenwalde (Amt Liebenwalde) und die Gemeinde Freienhagen
(Amt Oranienburg-Land) zur neuen Stadt Liebenwalde zusammen. Das Amt Liebenwalde wurde aufgelöst, die Stadt Liebenwalde amtsfrei. Wirtschaft und Infrastruktur: Die Stadt investiert in die
touristische Infrastruktur, wovon unter anderem die renovierten Gebäude in der Altstadt zeugen. Verkehr: Wichtigste Straßenanbindung ist die Bundesstraße 167, die zwischen Neuruppin und
Eberswalde Liebenwalde durchquert. Zudem führt auch die Bundesstraße 109 durch die Stadt, nachdem im Jahr 2005 ihr ursprünglicher Verlauf verändert wurde. Bedeutung für die
Binnenschifffahrt hat der Vosskanal, der sich südlich der Stadt als Malzer Kanal fortsetzt und in den Oder-Havel-Kanal mündet. Durch Liebenwalde führt die Deutsche Tonstraße sowie – von
Kreuzbruch kommend und weiter nach Bischofswerder führend – der Radfernweg Berlin-Kopenhagen. Seitdem der von Basdorf nach Liebenwalde führende Zweig der „Heidekrautbahn“ 1997 zum Teil
stillgelegt wurde, ist Liebenwalde im öffentlichen Personennahverkehr nur noch mit Bussen erreichbar. Freiwillige Feuerwehr: Den Brandschutz der Stadt Liebenwalde stellen insgesamt 6
Feuerwehren in den einzelnen Ortsteilen sicher. Zu den Aufgaben des Löschzuges in Liebenwalde und der fünf Löschgruppen in den Ortsteilen gehören zudem Hilfeleistungs- und Sondereinsätze.
Die Stadt Liebenwalde ist als Träger des Brandschutzes zuständig für die gesamte Technik der Feuerwehr und die finanzielle Zuarbeit.
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