Steinhöfel ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg
Die heutige (Groß-)Gemeinde entstand in den Jahren 2001 bis 2003 aus den Gemeinden des von 1992 bis 2003 existierenden Amtes Steinhöfel/Heinersdorf. Am 13. Juli 1992 erteilte der
Minister des Innern des Landes Brandenburg seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Steinhöfel/Heinersdorf. Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 21. Juli 1992
festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Gemeinde Steinhöfel und bestand zunächst aus zehn Gemeinden im damaligen Kreis Fürstenwalde: Arensdorf, Beerfelde, Buchholz, Demnitz,
Hasenfelde, Heinersdorf, Jänickendorf, Neuendorf, Schönfelde, Steinhöfel, Tempelberg. Zum 31. Dezember 2001 schlossen sich die Gemeinden Arensdorf, Beerfelde, Hasenfelde, Heinersdorf,
Jänickendorf, Schönfelde, Steinhöfel und Tempelberg zur neuen Gemeinde Steinhöfel zusammen. Zum 26. Oktober 2003 wurden die Gemeinden Buchholz, Demnitz und Neuendorf im Sande in die
Gemeinde Steinhöfel eingegliedert. Das Amt Steinhöfel/Heinersdorf wurde aufgelöst und die Gemeinde Steinhöfel amtsfrei. Bauwerke: Kirche aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts im
Ortsteil Arensdorf, Kirche aus dem 13. Jahrhundert im Ortsteil Steinhöfel, Schloss Steinhöfel, eindrucksvolle Schlossanlage an Stelle eines in den 1730er Jahren durch die Familie v.
Wulffen errichteten Vorgängerbaus. Nach dem Erwerb des Schlosses durch die Familie v. Massow wurde das vorhandene Herrenhaus Anfang der 1790er Jahre von David Gilly stark verändert.
Das ursprünglich zweigeschossige Gutshaus wurde um zwei Seitenflügel erweitert. Außerdem wurde die Fassade dem nun geltenden klassizistischen Stil angeglichen und ein Gartenhaus mit
Bibliothek errichtet. Um 1880 wird das Gebäude im Stile des Neobarock erneut umgebaut. Im Mittelteil des Gebäudes entsteht ein Risalit mit Dreiecksgiebel, das Erdgeschoss wird durch
Putz gequadert. Vor den Mittelrisalit setzt man im ersten Obergeschoss einen Balkon, während die Ecktürme am Erdgeschoss jeweils einen Erker erhalten. Die Restaurierung des Schlosses
wurde 1992/93 u. a. von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert. Heute wird das Schloss als Hotel genutzt. Gefallenendenkmal im Ortsteil Arensdorf vor der Dorfkirche, Denkmal
für die Opfer des Faschismus auf der Dorfaue des Ortsteiles Heinersdorf, ursprünglich ein Kriegerdenkmal, wurde nach 1989 den Opfern von Gewaltherrschaft und der Toten der Kriege
gewidmet, Gedenktafel von 1988 an der Wand des Gutshauses im Ortsteil Neuendorf im Sande an die Lehrerin Clara Grunwald und ihre 200 jüdischen Kinder, die sie in der Zeit des
Nationalsozialismus im Gut Neuendorf, einem "Umschulungslager", auf die Ausreise nach Palästina vorbereitete und von denen die letzten 15 Kinder mit ihr in das KZ Auschwitz zur
Vernichtung deportiert wurden. Parks: Johann August Eyserbeck (1762–1801), der Sohn des Wörlitzer Gartenarchitekten Johann Friedrich Eyserbeck, war seit 1787 in Potsdam tätig und wird
als Schöpfer der Gartenanlage in Steinhöfel vermutet. Einer der wenigen Gärten, der nicht später von Lenné überarbeitet und überformt worden ist.
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