Müncheberg ist eine östlich von Berlin im Landkreis Märkisch-Oderland
... (Land Brandenburg) gelegene amtsfreie Stadt. Die im 13. Jahrhundert gegründete Stadt ist vor allem wegen ihrer Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Landwirtschaft (in der DDR
die AdL, heute das ZALF) bekannt. Das Stadtgebiet ist identisch mit dem von 1992 bis 2002 existierenden Amtes Müncheberg. Müncheberg liegt auf halbem Weg zwischen Berlin und der Oder bzw.
der deutsch-polnischen Grenze am Rande der Märkischen Schweiz. Die Nähe zur Märkischen Schweiz und den Orten Waldsieversdorf und Buckow macht die Stadt zugleich mit mehreren Badeseen
(unter anderem in den Ortsteilen Obersdorf und Münchehofe) zu einem beliebten Ausflugsziel für Urlauber und Tagesausflügler. Nordwestlich von Münchehofe und Hermersdorf schließt das als
Naturschutzgebiet ausgewiesene Stobbertal das Stadtgebiet ab. Die Stadt Müncheberg gliedert sich laut Hauptsatzung in die folgenden Ortsteile: Eggersdorf (nicht zu verwechseln mit dem
weiter im Westen liegenden Ortsteil Eggersdorf von Petershagen/Eggersdorf, ebenfalls im Landkreis Märkisch-Oderland) mit dem bewohnten Gemeindeteil Eggersdorf–Siedlung, Hermersdorf,
Hoppegarten (nicht zu verwechseln mit der Gemeinde Hoppegarten, ebenfalls im Landkreis Märkisch-Oderland), Jahnsfelde, Müncheberg mit den bewohnten Gemeindeteilen Bienenwerder, Dahmsdorf,
Elisenhof, Heidekrug, Marienfeld, Philippinenhof und Schlagenthin, Münchehofe (nicht zu verwechseln mit dem Ortsteil Münchehofe der Gemeinde Hoppegarten, ebenfalls im Landkreis
Märkisch-Oderland), Obersdorf, Trebnitz sowie die folgenden Wohnplätze: Alte Mühle, Augustenaue, Berghof, Brigittenhof, Eichendorfer Mühle, Friedrichshof, Landhof, Maxseesiedlung,
Müncheberger Loose, Müncheberger Siedlung, Neubodengrün und Waldschänke. Am 29. September 1928 gründete der Arzt und Genetiker Erwin Baur das Kaiser-Wilhelm-Institut für
Züchtungsforschung, den Vorgänger des heutigen Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung in Köln. Seit dieser Zeit ist Müncheberg immer Forschungsstandort geblieben. Nach dem Zweiten
Weltkrieg gab es hier das Institut für Acker- und Pflanzenbau, ab 1970 das Forschungszentrum für Bodenfruchtbarkeit der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR. Am 2. Januar
1992 wurde auf Empfehlung des Wissenschaftsrates das Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung (ZALF) e. V. gegründet, das heutige Leibniz-Zentrum für
Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Diese gemeinsam vom Bund und dem Land Brandenburg finanzierte Einrichtung ist der größte Arbeitgeber der Stadt. Im ZALF ist auch das Deutsche
Entomologische Institut untergebracht, welches eine der größten und bedeutendsten Insektensammlungen (ca. 3.000.000 Exemplare) Deutschlands besitzt. Die Bundesstraßen 1 und 5 führen von
Berlin kommend durch die Ortsteile Hoppegarten, Müncheberg und Jahnsfelde (nur B 1) in die Kreisstadt Seelow (B 1) bzw. nach Frankfurt (Oder) (B 5) und die B 168 verläuft aus Eberswalde
kommend durch die Ortsteile Schlagenthin, Müncheberg und Eggersdorfer Siedlung in Richtung Fürstenwalde. Die Stationen an der Regionalbahnstrecke Berlin-Lichtenberg - Küstrin (Preußische
Ostbahn) in Müncheberg sowie den Ortsteilen Obersdorf und Trebnitz werden seit 2006 von der Niederbarnimer Eisenbahn bedient. Von dieser Strecke zweigt in Müncheberg die als Museumsbahn
betriebene Buckower Kleinbahn ab. Von Waldsieversdorf kommend verläuft ein Teilstück des Europaradweg R1 durch die Ortsteile Münchehofe, Obersdorf und Trebnitz weiter in Richtung Küstrin.
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