Mönchwinkel ist ein Ortsteil von Grünheide (Mark) südöstlich von Berlin
... im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Mönchwinkel besteht aus den Ortslagen (Alt) Mönchwinkel und Neu Mönchwinkel und dem sogenannten "Gutsviertel" von Spreewerder sowie dem
Bahnhaus Nr. 35, ein bewohntes ehemalige Eisenbahnergebäude an der Verbindungsstrecke Berlin-Frankfurt (Oder), gelegen zwischen den Bahnhöfen Hangelsberg und Fangschleuse. Die erste
Erwähnung Mönchwinkels unter dem Namen "Monikwinckel" findet man auf einer schwedischen Kriegskarte aus den Jahr 1630, die im Auftrag von Schwedenkönig Gustav Adolf durch den
Kartographen Olof Hansson Svart gefertigt wurde. Viele Jahre gingen aber ins Land, bis am 31. März 1927 das preußische Staatsministerium bekannt gab, dass aus der Gemeinde Spreeau im
damaligen Kreise Niederbarnim die Ortsteile Alt-Mönchwinkel und Neu-Mönchwinkel herausgetrennt und nunmehr mit dem Namen "Mönchwinkel" eine eigenständige Landgemeinde bilden. Dieser
Zustand hielt dann 76 Jahre bis in das Jahr 2003 an. Mit der Kommunalwahl am 26. Oktober 2003 wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform im Land Brandenburg die Gemeinde Mönchwinkel nach
Grünheide (Mark) eingemeindet.[1] Man klagte zwar gemeinsam mit den Nachbargemeinden Hangelsberg und Spreeau gegen die Reform aber scheiterte dann vor dem Landesverfassungsgericht
ohne Anhörung. Schon von Anfang an war Mönchwinkel vor allem von Land- und Forstwirtschaft geprägt und Bauernfamilien machten einst den Großteil der Bevölkerung aus. So gehörte das
jährliche Erntefest zu den Hauptereignissen im Dorfleben. Nicht alle Bauern führten ihren Hof jedoch Hauptberuflich und gingen nebenbei, Tagsüber noch einer Beschäftigung bei der
Forst und Reichsbahn nach oder boten ihr Pferdefuhrwerk im Rahmen eines Fuhrunternehmens anderen Leuten an. Große Veränderungen gab es dann mit Gründung der LPG in der DDR von der
auch Mönchwinkels Bauern betroffen waren, einige machten weiter und andere die fast im Rentenalter waren hörten einfach auf. In einer Einladung zu einer Bauernversammlung zusammen mit
dem Gemeinderat sind 1954 noch vor LPG-Gründung folgende Bauernhöfe erwähnt: Georg Maschlonkowski, Wilhelm Hönow, Johann Briesenick, Otto Lenz, Helmut Kotzan, Albert Bülow, Otto
Thieme, Margarete Stahnke, Arthur Müller, Karl Tabbert, Karl Kaminski, Walter Lucke. Davon führten die Bauern Maschlonkowski, Hönow, Briesenick und Kotzan ihre Betriebe
Hauptberuflich, die größeren Nebenbauernstellen hatten Karl Kaminski, der im Ort die Fleischerei betrieb. Otto Lenz, der hauptsächlich von seiner Gastwirtschaft lebte und Otto Thieme,
der nebenher für die Forst, für den für die Spree zuständigen Fischer arbeitete und als Fuhrunternehmer tätig war. Nicht zu vergessen Bauernhof Bülow, welcher noch einer der größeren
war. Spätestens nach 1990 hörten dann auch die meisten anderen Bauernhöfe, die oft dann schon von den Erben geführt wurden, auf zu existieren. Heute geschieht die viehgeprägte
Landwirtschaft allenfalls noch freizeitmäßig von den Nachfahren der Bauern. Einzig auf dem Maschlonkowski-Hof ist ein Großneffe noch mit einem landwirtschaftlichen Lohnbetrieb
hauptberuflich tätig. Viehhaltung, zumeist von Pferden, von mehr als 30 Hühnern, Kaninchen und Schweinen führen von den alten Bauernfamilien nur noch ein Neffe von Maschlonkowski, ein
Enkel von Kotzan und ein Urenkel von Thieme. Alle anderen Höfe wurden verkauft, dem Verfall überlassen oder nur noch zum Wohnen genutzt. Neu hinzu kam Herr Blask, der heute Federvieh
und Schweine hält. Abschließend kann man also sagen, ganz ist die Tradition noch nicht verschwunden.
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