Friedland (niedersorbisch Bryland) ist eine Stadt im Landkreis Oder-Spree
... in Brandenburg (Deutschland). Sie hat etwas über 3000 Einwohner, die in 16 Stadtteilen leben. Im eigentlichen Stadtgebiet leben allerdings nur rd. 750 Einwohner. Damit war
Friedland vor der Eingliederung von 15 kleineren Gemeinden eine der kleinsten Städte Brandenburgs und ist derzeit die kleinste amtsfreie Kommune im Land. Das heutige Stadtgebiet ist
identisch mit dem von 1992 bis 2003 existierenden Amt Friedland. Das Gebiet der Stadt Friedland grenzt im Norden an die Stadt Beeskow, im Osten an das Amt Schlaubetal, im Süden an das
Amt Lieberose/Oberspreewald und im Westen an die Gemeinde Tauche. Vor ca. 20.000 Jahren, prägten die Schmelzwasserströme der Weichsel-Eiszeit eine einzigartige Landschaftsstruktur um
Friedland. Ein abwechslungsreicher Saum von Kiefern-, Buchen- und Traubeneichenwäldern, durchzogen von Erlenbrüchen, tiefen Schluchten mit unzähligen Waldseen und Feuchtwiesen entlang
des Oelse und Schlaube Fließes zeichnet die Flure Friedlands aus. Seit Dezember 1995 gehörten weite Teile des Gemeindegebiets zum Naturpark Schlaubetal. Nach der Wende wurden zur
Verwaltung der vielen kleinen Gemeinden im Land Brandenburg Ämter gebildet. Am 11. September 1992 erteilte der Minister des Innern des Landes Brandenburg seine Zustimmung zur Bildung
des Amtes Friedland/Niederlausitz. Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 15. September 1992 festgelegt. Die Zustimmung war zunächst bis zum 15. September 1994
befristet. Das Amt hatte seinen Sitz in der Stadt Friedland und bestand aus 16 bis dahin selbständigen Gemeinden im damaligen Kreis Beeskow: Groß Muckrow, Leißnitz, Weichensdorf, Groß
Briesen, Günthersdorf, Niewisch, Pieskow, Kummerow, Zeust, Reudnitz, Schadow, Klein Muckrow, Chossewitz, Lindow, Karras und Friedland, Die Befristung wurde ab dem 25. August 1994
aufgehoben. Seit etwa 1998 setzte sich auch die Schreibweise Amt Friedland (Niederlausitz) durch. Am 31. März 2001 wurde aus den Gemeinden Chossewitz, Groß-Briesen, Günthersdorf,
Karras, Klein Muckrow, Kummerow, Leißnitz, Lindow, Niewisch, Pieskow, Schadow, Weichensdorf, Zeust sowie der Stadt Friedland die neue Stadt Friedland gebildet. Reudnitz wurde am 31.
Dezember 2001 nach Friedland eingemeindet[8]. 2001 wurde erstmals ein hauptamtlicher Bürgermeister gewählt. Groß Muckrow wurde schließlich am 26. Oktober 2003 per Gesetz in die Stadt
Friedland eingegliedert. Gleichzeitig wurde das Amt Friedland aufgelöst, die Stadt Friedland wurde amtsfrei. Oelsen und Klein-Briesen wurden bereits 1974 nach Groß-Briesen
eingemeindet und sind heute Wohnplätze innerhalb der Stadt Friedland. Baudenkmale: Die Burg entstand im 13. Jahrhundert als Wasserburg mit annähernd quadratischem Grundriss und
doppeltem Mauerring. 1336 erstmals in den Urkunden erwähnt, kam sie 1518 wie die Stadt Friedland und Herrschaft Friedland zunächst in den Pfandbesitz des Johanniterordens, 1533 wurde
sie endgültig an die Johanniter verkauft. 1623 wurde sie nach einem Brand als Schloss erneuert und später noch mehrmals umgebaut. Die Burg gehört zur Reihe der Strele-Burgen und ist
seit 2008 alljährlicher Austragungsort des kleinen Indie-Rock-Festivals Jenseits von Millionen. Außerdem findet hier der musikalische Bandwettbewerb Rock Oder Spree des Landkreises
Oder-Spree und der Stadt Frankfurt (Oder) statt. Die rechteckige, langgestreckte Kirche mit Westturm stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde 1809 und 1823 neugotisierend verändert.
Zwischen Ranzig und Leißnitz verkehrt die einzige Handseilzugfähre Brandenburgs.
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