Rüdersdorf bei Berlin ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland
... in Brandenburg (Deutschland). Das heutige Gemeindegebiet ist identisch mit dem des von 1992 bis 2003 existierenden Amtes Rüdersdorf. Rüdersdorf liegt etwa 30 Kilometer östlich des
Berliner Stadtzentrums. Es grenzt im Norden an die Gemeinden Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen/Eggersdorf und Strausberg, im Osten an Rehfelde, im Süden an Grünheide (Mark) (Landkreis
Oder-Spree) und Woltersdorf sowie im Westen an Schöneiche bei Berlin. Rüdersdorf ist seit alters her durch seine in der Mark Brandenburg einmalig vorkommende Kalksteinlagerstätte bekannt.
Die Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin hat laut Hauptsatzung neben dem Kernort drei Ortsteile: Hennickendorf , Herzfelde, Lichtenow Dazu kommen die Wohnplätze: Alt Rüdersdorf, Alte Grund,
Bergbrück, Berghof, Bergmannsglück, Franz-Künstler-Siedlung, Grünelinde, Hortwinkel, Landhof, Lichtenow Dorf, Rüdersdorfer Grund, Schulzenhöhe, Seebad Rüdersdorf und Tasdorf. Zur
Verwaltung der vielen kleinen, damals noch selbständigen Gemeinden in Brandenburg wurden 1992 Ämter gebildet. Der Minister des Innern des Landes Brandenburg erteilte am 13. Juli 1992
seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Rüdersdorf. Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 21. Juli 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Gemeinde Rüdersdorf und
bestand aus vier Gemeinden in den damaligen Kreisen Fürstenwalde und Strausberg: Hennickendorf Herzfelde Lichtenow Rüdersdorf Zum 26. Oktober 2003 wurden die Gemeinden Hennickendorf,
Herzfelde und Lichtenow per Gesetz in die Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin eingegliedert, das Amt Rüdersdorf aufgelöst und die Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin amtsfrei. Gegen ihre
Eingliederung nach Rüdersdorf und den Verlust ihrer Selbständigkeit klagten die Gemeinden Hennickendorf und Lichtenow vor dem Verfassungsgericht des Landes Brandenburg. Die Klagen wurden
"teils verworfen, im übrigen zurückgewiesen". Amtsdirektorin in den Jahren des Bestehens des Amtes Rüdersdorf war Adelheid Bufe, die frühere Bürgermeister von Rüdersdorf. In Rüdersdorf
bestehen Gemeindeeinrichtungen der evangelischen, der katholischen und der neuapostolischen Kirche Im Jahre 1931 wurden die Dörfer Rüdersdorf, Tasdorf (mit Berghof, Schulzenhöhe und
Grünelinde) und Kalkberge zur Gemeinde Kalkberge zusammengeschlossen. 1934 erfolgte die Umbenennung in Rüdersdorf bei Berlin. Seit Oktober dem 26. Oktober 2003 sind Hennickendorf,
Herzfelde und Lichtenow aufgrund der Gemeindegebietsreform Ortsteile Rüdersdorfs. Eine Klage seitens Hennickendorfs und Lichtenows, welche sich gegen die Eingemeindung richtete, ist vom
Bundesverfassungsgericht abgelehnt worden. Im Ort gibt es die Immanuel-Klinik Rüdersdorf (ehemals Evangelisch-Freikirchliches Krankenhaus Rüdersdorf). Der Bau eines Krankenhauses war im
Januar 1907 von einem Zweckverband der Gemeinden Rüdersdorf, Kalkberge, Tasdorf, Herzfelde, Woltersdorf und Hennickendorf beschlossen worden, am 12. November 1909 wurde es eröffnet. Ab
1945 war es bis zur Übernahme durch kirchliche Träger nach der politischen Wende 1989/90 Kreiskrankenhaus. 1962 wurde in Waldlage in der Nähe des Kalksees mit einem Krankenhausneubau mit
angeschlossenem Ambulatorium begonnen, das am 17. Dezember 1969 übergeben wurde und zu einer merklichen Verbesserung der Versorgung im Gebiet Fürstenwalde/Strausberg sorgte. 1991 kam es
zur Gründung der Krankenhaus und Poliklinik Rüdersdorf GmbH als Tochtergesellschaft der Immanuel-Krankenhaus GmbH, die das Immanuel-Krankenhaus in Berlin betreibt. 1995 kam in
unmittelbarer Nachbarschaft die Reha-Klinik Klinik am See hinzu. 2009 wurde ein Neubau der Immanuel Klinik Rüdersdorf eröffnet, der das im März/Mai 2010 abgerissene Krankenhaus aus
DDR-Zeiten ersetzt hat. Ungewiss ist die Zukunft der an das alte Krankenhaus angeschlossenen Poliklinik, die allerdings beim Abriss des Krankenhauses stehenblieb. Durch die Krankenhäuser,
die ein recht großes Einzugsgebiet mit mehreren Senioren- und Pflegeheimen haben, ist Rüdersdorf Sterbeort bekannter Persönlichkeiten wie Harald Juhnke oder Klaus-Jürgen Wussow.
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